Personalmanagement
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Personalmanagement

Bild: Foto: Carl Otto, Public domain, via Wikimedia Commons

Als Chef brauchen Sie ein gutes Händchen, um Ihr Personal fit und leistungsbereit zu halten. Führen heißt, seine Mitarbeiter nicht zu vernachlässigen. Computer und moderne Technologien werden für immer mehr Mitarbeiter zum "Werkzeug" für ihre tägliche Arbeit. Die Zeitspannen, in denen sich diese "Werkzeuge" weiterentwickeln und neue Herausforderungen an ihre Nutzer stellen werden immer kürzer. Nicht jeder Mitarbeiter ist diesen Herausforderungen gewachsen. Da müssen Sie nachhelfen.

Autoritärer Führungsstil ist “out“

Als Chef brauchen Sie ein gutes Händchen, um Ihr Personal fit und leistungsbereit zu halten. Führen heißt, seine Mitarbeiter nicht zu vernachlässigen. Computer und moderne Technologien werden für immer mehr Mitarbeiter zum "Werkzeug" für ihre tägliche Arbeit. Die Zeitspannen, in denen sich diese "Werkzeuge" weiterentwickeln und neue Herausforderungen an ihre Nutzer stellen werden immer kürzer. Nicht jeder Mitarbeiter ist diesen Herausforderungen gewachsen. Da müssen Sie nachhelfen.

Als Chef sind Sie heute auch kein Sklaventreiber mehr. Ihre Mitarbeiter arbeiten nicht mehr, um zu überleben, sondern um zu leben. Die Ansprüche an die Lebensgestaltung sind gestiegen, ebenso wie die Ansprüche an die Aufgabe. Arbeit soll Spaß machen, interessant sein, Möglichkeiten zur Selbstentfaltung bieten. Wer Freude an der Arbeit hat, arbeitet besser. Ein autoritärer Führungsstil, der Mitarbeiter weder fordert noch fördert, ist "out".

Wenn Sie dauerhaft auf dem Markt bestehen wollen, müssen Sie vorsorgen. Unsere Gesellschaft und somit auch die Erwerbstätigen werden immer älter. Der Anteil junger, qualifizierter Mitarbeiter schrumpft. Gerade der Wettbewerb um Fachkräfte wird härter. Um sich weniger vom Arbeitsmarkt abhängig zu machen, ist es sinnvoll, sich den Nachwuchs im eigenen Unternehmen aus- und heranzubilden.

Human Resource Management

Ging es früher um die reine Personalbeschaffung, sind die Anforderungen an die Personalabteilung heute gestiegen. Fachlich qualifiziertes Personal zu finden ist schwieriger geworden. Globalisierung gibt es nicht erst seit der technologischen Neuerung des Internets. Spätestens seit dem ökonomischen und technologischen Aufstieg der ostasiatischen Staaten im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts herrscht weltweiter Wettbewerb. Die Top-Arbeitskräfte aus den Bereichen Forschung, Vertrieb, Marketing und Management haben sich darauf eingestellt. Wenn Sie heute eine Spitzenkraft für Ihr Unternehmen suchen, konkurrieren Sie auch mit Unternehmen aus Japan oder den USA.

Zudem wird sich der Wettbewerb um Arbeitskräfte weiter verschärfen, da in der industrialisierten Welt das Bevölkerungswachstum rückläufig ist. Demografen rechnen damit, dass 2030 die Bevölkerungspyramide der 50er Jahre in Deutschland endgültig auf den Kopf gestellt ist. Eine Überalterung der Gesellschaft bedeutet im wirtschaftswissenschaftlichen Jargon eine "Verknappung des Humankapitals".

Gleichzeitig hat der rasante Wandel in Produktion und Technologie neue Anforderungsprofile geschaffen. Die Menschen müssen sich erst an diese neuen Gegebenheiten anpassen. Für viele der heutigen Berufsbilder gibt es noch keine passende Ausbildung. Unternehmen müssen somit ihr Personal laufend schulen und weiterbilden.

Gutes Personal wird somit immer wertvoller. Die Aufgabe eines modernen Personalmanagements kann sich somit nicht nur auf die Personalbeschaffung beschränken, sondern muss Bedingungen schaffen, um das Personal weiterzuqualifizieren, zu motivieren und an das Unternehmen zu binden. Human Resource Management nennt man das. Der Mensch ist also nicht nur reine Arbeitskraft, sondern bietet ein Potenzial, das das Unternehmen ausschöpfen muss.

Die Wissenschaft hat somit auch ein neues Bild des Mitarbeiters und des Managers entworfen:

  • Menschen wollen zu sinnvollen Zielen beitragen, bei deren Formulierung sie mitgewirkt haben.
  • Die meisten Menschen können viel kreativere und verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen, als es die gegenwärtige Arbeit zulässt.
  • Der Manager muss die verborgenen Anlagen und Qualitäten der Mitarbeiter nutzen.
  • Er muss eine Atmosphäre schaffen, in der sich Mitarbeiter entfalten können.
  • Der Manager soll Mitbestimmung praktizieren und dabei die Fähigkeit zur Selbstbestimmung und Selbstkontrolle fördern.
  • Mitbestimmung, Selbstbestimmung und Selbstkontrolle führen zu Produktivitätssteigerung.
  • Als Nebenprodukt steigt auch die Zufriedenheit, da die Mitarbeiter alle ihre Fähigkeiten nutzen können.

Wird modernes Personalmanagement betrieben, wird der Faktor Arbeit nicht zum Kostenfaktor, sondern zum wertvollen Kapital. Manager können heute nur noch mit einem effektiven Team erfolgreich arbeiten. Ein Beleg für schlechtes Management ist deshalb stets die hohe Mitarbeiterfluktuation. Meist sind dafür steile Hierarchien, mangelnde Kommunikation, soziale Inkompetenz und ein autoritärer Führungsstil des Managements verantwortlich. Human Resource Management bedeutet flache Hierarchien mit Aufstiegschancen, Möglichkeit zu abteilungsübergreifendem Arbeiten, Kommunikation und Teamarbeit. Führungskräfte müssen hierzu frei von Angst Verantwortung delegieren können. Entscheidungen werden nicht mehr einsam, sondern im Team getroffen. Der Chef ist heute eben kein Alleinherrscher mehr, sondern der Mannschaftsführer.

Modernes Personalmanagement

In Bezug auf das Personal sind heute in einem florierenden Unternehmen zwei grundsätzliche Fragen von Bedeutung: "Wie finde ich gute Mitarbeiter?" und "Wie kann ich meine Mitarbeiter gezielt fördern?"

Mitarbeitereinstellung

Die Anstellung von neuen Mitarbeitern und das Personalmanagement werden bei Gründungen und in mittelständischen Betrieben eher spontan und wenig vorausschauend betrieben. Eine wichtige Ursache: Die Auswahl und Entwicklung von Personal ist Chefsache. Der Chef hat aber wegen des Alltagsgeschäfts dafür keine Zeit. Häufig verfügt er auch nicht über die nötigen Spezialkenntnisse aus dem Personalbereich. So wird eine systematische Personalentwicklung meist erst dann betrieben, wenn Probleme auftreten.

Aus- und Fortbildung

Schnelle und ständige Veränderungen auf den Märkten und in der Technik erfordern neues Wissen und neue Fertigkeiten. Lebenslanges Lernen muss zum Prinzip für Mitarbeiter werden. Lernen dient dabei nicht allein der Leistungssteigerung. Es führt auch zu mehr Kompetenz und Verantwortung und erhöht so die Eigenmotivation der Mitarbeiter. Wichtig ist, vor allem Leistungsträger gezielt zu fördern.

Lernen am Arbeitsplatz
Durch die laufenden Auseinandersetzungen am Arbeitsplatz, durch planmäßige Unterweisungen in bestimmten Arbeitsabläufen oder etwa durch "Job-Rotation", also dem systematischen Wechseln von Arbeitsplatz und Aufgabenbereich, kann man den Wissensstand der Mitarbeiter ohne großen Aufwand vergrößern und verbessern und damit die Zufriedenheit aufrecht erhalten. Die "Job-Rotation" ist dabei besonders für kleine Unternehmen praktikabel.

Lernen außerhalb des Arbeitsplatzes
Auch das regelmäßige Anbieten von Seminaren oder Workshops schafft einen guten Ausgleich zu möglichen Frustrationen am Arbeitsplatz. Die Kompetenzerhöhung des Mitarbeiters kommt durchaus auch dem Unternehmen zugute.

Motivation

Nichts ist tödlicher für ein Unternehmen als gelangweilte und antriebslose Mitarbeiter. Es gibt eine Fülle von Motivationsmöglichkeiten im Unternehmen: Dazu gehören finanzielle Anreize wie Mitarbeiterbeteiligungen oder zusätzliche Beiträge zur Altersversorgung. Besonders wichtig sind allerdings die Formen der Motivation, die Mitarbeiter gedanklich und gefühlsmäßig am Schicksal des Unternehmens beteiligen: Sie sollten Leistungsbereitschaft und Arbeitseffektivität steigern und die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen bewirken.

Gemeinsam Ziele festlegen
Die Unternehmensführung erarbeitet gemeinsam mit den Mitarbeitern Ziele, die innerhalb einer bestimmten Frist erreicht werden sollen. Wichtig ist, dass genau festgelegt wird, wer was und in welcher Qualität bis wann erledigen soll. Dazu gehört auch, gemeinsame Visionen für die Zukunft des Unternehmens zu entwickeln.

Verantwortung delegieren, Kompetenzen übertragen
Die festgelegten Ziele sollen die Mitarbeiter möglichst eigenverantwortlich erreichen. Die Arbeitsergebnisse werden durch einen Soll/Ist-Vergleich überprüft. Wenn nötig, werden Problemlösungen erarbeitet. Wichtig für Mitarbeiter ist es zu wissen, welche Anforderungen zukünftig im Unternehmen gestellt werden und welche Chancen sich bieten werden.

Information und Transparenz
Darüber hinaus haben Führungskräfte eine Informationspflicht gegenüber ihren Mitarbeitern. Jeder Mitarbeiter muss seine Tätigkeit im Rahmen des Ganzen erfassen und die Gründe für bestimmte Anweisungen verstehen können. Nur wenn deren Bedeutung für das Gesamtkonzept klar ist, kann jeder seine Aufgaben so gut erledigen, dass sich alle Teile perfekt zusammenfügen.

Selbstentfaltungsmöglichkeiten schaffen
Mitarbeiter können sich selbst am besten motivieren. Voraussetzung: dafür ist genügend Freiraum zur Selbstentfaltung. Unternehmer sollten darum die Bedürfnisse und Erwartungen ihrer Mitarbeiter kennen, um sie entsprechend führen zu können. Dazu gehören auch Anerkennung bei guter Leistung und regelmäßige Mitarbeitergespräche.

Qualitätszirkel und Betriebliches Vorschlagswesen
Zur Förderung von Motivation, Arbeitseffektivität und Innovation in Unternehmen gibt es spezielle Instrumente. Für Mittelständler sind "Qualitätszirkel" und "Betriebliches Vorschlagswesen" zu empfehlen. Bei beiden Instrumenten werden Schwachstellen im eigenen Arbeitsbereich erkannt, analysiert und beseitigt.

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