
Roger Lew / CC BY 2.0

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Pokemon GO heißt das von Niantic Labs entwickelte Spiel, welches unter anderem GPS und Augmented Reality nutzt - eine computergestützte Erweiterung der Sinneswahrnehmung. Dabei bezieht das Spiel die Umgebung vollständig ein. So werden zum Beispiel Kunstdenkmäler oder die Stadtbibliothek zu kleinen Spielbereichen. Zu diesen kann man entweder laufen, um zusätzliche Gegenstände im Spiel zu erhalten oder um gegen andere Spieler anzutreten und die gesammelten Pokémon gegeneinander kämpfen zu lassen. Zusätzlich tauchen rund um die Bereiche die verschiedensten Monster auf, die man wiederum fangen kann. Der GPS-Tracker verfolgt dabei jeden unserer Schritte.
Das Spielprinzip orientiert sich am Geocaching. Hier suchen sich die Spieler gezielt Koordinaten heraus, um in der realen Welt bestimmte Orte, sogenannte Caches, zu finden. Haben sie diese aufgespürt, können sich die Sucher in einem Gästebuch verewigen und eventuell kleine Geschenke für den nächsten Spieler zurücklassen. Während beim Geocaching elektronische Geräte nur als Hilfsmittel genutzt werden, bilden sie bei Pokémon GO den Hauptbestandteil des Spiels. So kann es schnell mal sein, dass die Spieler lediglich auf ihr Smartphone starrend durch die Gegend laufen und dabei nichts von ihrem Umfeld mitbekommen.

Und trotzdem: Als soziales Antriebsmittelfunktioniert es. Die Menschen schließen sich via Facebook zu kleinen Gruppen zusammen und gehen gemeinsam auf die Suche nach den kleinen Monstern. An manchen Punkten sammeln sich Spieler, mit denen man wiederum ein gemeinsames Gesprächsthema hat. Es verhält sich ähnlich wie mit dem Rauchen. Die Leute treffen sich in den Raucherbereichen und nach einem „Hast du Feuer?“, kommt man meistens ins Gespräch.

Gieson Cacho / CC BY 2.0
Die Downloadzahlen sprechen dennoch für sich. Bei über fünfzehn Millionen Installationen gibt es genug Spieler, die sich von negativer Presse oder abfälligen Kommentaren nicht einschüchtern lassen. Das Spiel selbst hat allerdings noch ein paar Schwachstellen: Die Server stürzen regelmäßig ab, das GPS ist teilweise ungenau und der Spielverlauf häufig nicht flüssig. Es bleibt die Frage offen, wie sich das Spiel noch entwickelt und was es für zukünftige Computerspiele bedeutet.




