Profil eines Entrepreneurs
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Profil eines Entrepreneurs

Bild: Foto: © Geolina, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen, ist kein einfaches Unterfangen. Dazu braucht es harte Arbeit, Hartnäckigkeit und Hingabe – und selbst dann ist der Erfolg nicht vorprogrammiert. Was genau ist es also, das Menschen auf die Idee bringt, ihren sicheren Angestelltenjob zu kündigen und das Risiko eines eigenen Unternehmens einzugehen?

Eine globale Studie von 2016 der Design-Plattform 99designs stellte Unternehmern die Frage, was sie dazu bewogen hatte, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Die Umfrage unter mehr als 1.700 Unternehmern aus Europa, den USA und Australien enthüllte das Profil der Entrepreneure von heute.

Es ist nicht der Wunsch nach Reichtum, der die Befragten antreibt. Denn Unternehmer zu sein, ist nicht automatisch ein Versprechen für Geld im Überfluss. Vielmehr zeigte die Studie, dass die Entscheidung, ein Unternehmen zu gründen, von dem Wunsch nach Freiheit, Selbstverwirklichung und Leidenschaft bei der täglichen Arbeit ausging. Dieses Ziel von Selbstbestimmung übertrifft in den Augen der Unternehmer die Vorstellung, als Angestellter die Karriereleiter hinaufzuklettern.

Work-Life-Balance ist ihnen wichtig

Für mehr Freiheit und Unabhängigkeit nehmen sie gern das Risiko und die Mehrarbeit eines eigenen Unternehmens auf sich. Diese Freiheit bringt aber eine Herausforderung mit sich: das Meiste selbst machen zu müssen. Dadurch ist ihr Arbeitstag mit 8 bis 12 Stunden durchschnittlich länger als der eines Angestellten. Doch sie bemühen sich, ein Gleichgewicht zu finden. 65 Prozent der Unternehmer schaffen es, wenigstens 3 Stunden am Tag mit ihrer Familie zu verbringen. Dabei haben 55 Prozent von ihnen einen Partner an der Seite – und dieser ist für sie die wichtigste Unterstützung.

Die Unternehmer von heute sind erfinderisch. Die Fähigkeiten, die sie brauchen, um ihr Unternehmen zum Erfolg zu führen, bringen sie sich selbst online bei. Ihnen ist bewusst, dass es sich lohnt, in sich selbst zu investieren. Deshalb ist das erste, das sie sich selbst beibringen, Marketing. Unternehmer zu sein, braucht Mut. 28 Prozent der Befragten betrachten daher Selbstbewusstsein als wichtigste Qualität, in die es sich zu investieren lohnt.

Ganz oben auf ihrer Liste der Prioritäten stehen außerdem aktives Netzwerken (20 Prozent), Geduld (15 Prozent) und Kreativität (12 Prozent), die sie als unabdingbar für den Erfolg ihres Unternehmens erachten.

Die Unternehmer von heute scheuen nicht davor zurück, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen. Sie sind „Do-it-yourself“-Unternehmer, die ihre Unternehmen meist von Grund auf allein aufgebaut haben. Die Umfrage zeigte, dass mehr als die Hälfte der Unternehmer (56 Prozent) dazu weniger als 10.000 € Startkapital zur Verfügung hatten. 55 Prozent von ihnen haben weniger als 2 Angestellte, um die Arbeitslast zu verteilen. In Anbetracht dieser knappen Ressourcen, sind die Leistungen, die sie vollbringen eindrucksvoll.

Und sie setzen ihre Ressourcen clever ein: 55 Prozent ihrer Marketing-Aktivitäten sind kostenlos. Obwohl sie das Internet als wichtige Quelle zum Lernen und Weiterentwickeln nutzen, ist es nicht ihr wichtigster Kanal, um Aufträge an Land zu ziehen. Vielmehr verlassen sie sich auf Mundpropaganda (36 Prozent) um Kunden zu werben als auf Social Media (19 Prozent). 23 Prozent von ihnen nutzen die Sozialen Netzwerke nicht einmal.

Die Entrepreneure von heute sind sich bewusst, dass das Gründen einer Firma nicht automatisch bedeutet, schnell reich zu werden. Dennoch bereuen über 87 Prozent der Befragten ihre Entscheidung nicht und würden sich wieder selbstständig machen, wenn sie die Chance dazu hätten. Sie würden aber aus ihren Fehlern lernen: 19 Prozent von ihnen würden beispielsweise nicht zögern, andere um Hilfe zu bitten.

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