Deutschland auf Platz vier
Erhöht hat sich auch die Anzahl der angekündigten Fusionen und Übernahmen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nahmen sie weltweit um 14 Prozent auf 16.259 zu. Besonders in Europa entwickeln sich die so genannten M&A-Märkte (Mergers und Acquisition) äußerst dynamisch. Mit rund 788 Milliarden US-Dollar übertraf die Summe der von Januar bis Juni angekündigten Fusionen und Übernahmen den Wert des ersten Halbjahres 2005 um satte 74 Prozent. Die Anzahl der angekündigten Transaktionen im ersten Halbjahr 2006 liegt mit 5.914 um mehr als 13 Prozent über dem Vorjahreszeitraum.
Deutschland liegt europaweit auf Platz vier der Zielländer für M&A-Aktivitäten – hinter Großbritannien, Frankreich und Spanien. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2006 482 Transaktionen, in denen deutsche Unternehmen als Verkäufer auftraten, angekündigt. Das Volumen lag mit rund 73 Milliarden US-Dollar knapp unter dem Vorjahresniveau.
Europa so stark wie früher
Eine Analyse der Bilanzen der 1.000 weltweit führenden Unternehmen (gemessen an der Marktkapitalisierung) zeige, dass die allgemein niedrige Verschuldungsrate der Unternehmen Spielraum für weitere Fremdkapitalisierungen biete. Die Auslandskäufe großer europäischer Unternehmen – wie zuletzt die Übernahme des US-Konzerns Engelhard durch BASF – wertet KPMG als „Zeichen der wieder gewonnenen Stärke der europäischen Großkonzerne“. Dass diese allerdings selbst zum Ziel von Übernahmen aus den Schwellenländern werden können, zeige die angekündigte Akquisition der Luxemburger Arcelor durch den indischen Mittal Steel-Konzern.



