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Robert Blake
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Robert Blake

Seinen Namen verbindet man mit zahlreichen erfolgreichen Seeschlachten: Robert Blake. Er war nicht nur ein Anhänger Oliver Cromwells, sondern unterstützte ihn auch in seinen politischen Zielen. Cromwells Politik und Blakes Taktiken auf See ließen England zur mächtigsten Seemacht aufsteigen.
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle

Seinen Namen verbindet man mit zahlreichen erfolgreichen Seeschlachten: Robert Blake. Er war nicht nur ein Anhänger Oliver Cromwells, sondern unterstützte ihn auch in seinen politischen Zielen. Cromwells Politik und Blakes Taktiken auf See ließen England zur mächtigsten Seemacht aufsteigen.

Der Sohn eines englischen Händlers aus Bridgewater in Somersetshire machte sich als Regimentsführer im englischen Bürgerkrieg und in zahlreichen Seegefechten einen Namen. Als Anhänger der republikanischen Partei und Cromwells wurde Robert Blake im Jahr 1649 Oberbefehlshaber der republikanischen Flotte. Im darauffolgenden Jahr sicherte Blake durch die Vernichtung des royalistischen Seegeschwaders die Regierung Cromwells.

Cromwells Navigationsakte

Im Jahr 1651 verkündete Cromwell die Navigationsakte, die sich vor allem gegen den niederländischen Zwischenhandel richtete. Die Einfuhr aus Übersee nach England durfte von nun an nur auf englischen Schiffen, die Einfuhr aus Europa nur auf englischen oder Schiffen des Ursprungslands abgewickelt werden. Darüber hinaus waren alle englischen Schiffe innerhalb des eigenen Hoheitsgebietes durch Dippen der Flagge zu grüßen und die heimischen Fischgründe sollten nur englischen Fischern offen stehen. Bereits im Frühjahr 1652 begann der erste englisch-niederländische Seekrieg, in dessen Verlauf Blake in der Schlacht im Ärmelkanal die Niederländer unter Maarten H. Tromp bezwingen konnte, obwohl sich die Niederländer in der Übermacht befanden. Der Friedensschluss erfolgte im Jahr 1654. Inzwischen war Cromwell „Lord Protector“ Englands geworden und hatte damit die oberste Staatsgewalt inne, die er zugunsten der englischen Seemacht und Kolonialherrschaft ausübte. In dem nun geschlossenen Frieden von Westminster mussten die Niederlande die ihren Handel schädigende englische Navigationsakte anerkennen. Insgesamt betrachtet waren die Friedensbedingungen relativ milde, weil Cromwell sich die protestantischen Niederlande als Bündnispartner gegen die katholischen Monarchien Spanien und Frankreich sichern wollte. Unter Cromwells Regierung wurde England schließlich zum mächtigsten Staat Europas.

Blake besiegt tunesische und spanische Flotte

Blake ruhte sich inzwischen auf seinem Erfolg jedoch keineswegs aus: Bereits im Jahr 1655 kämpfte er erneut auf hoher See. Diesmal bezwang er Tunis und Algier, zwei von der Piraterie lebende Länder. Blake schaffte es erneut, englische Interessen erfolgreich durchzusetzen. Schon vom Tode gezeichnet, bewies er 1657 die Möglichkeit, Seefestungen vom Meer aus anzugreifen: mit seinem legendären Sieg über die spanische Flotte in der Bucht von Santa Cruz. Kurz nach dem Sieg über die spanische Flotte starb Robert Blake 1657 im Alter von 58 Jahren und wurde in Westminster Abbey beigesetzt.

Blakes Neuorganisation der Flotte, die Einführung der Kriegsartikel und die Entwicklung neuer Taktiken bildeten eine der Grundlagen für die spätere Seemacht England.

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