Die ETA - im Namen der Freiheit gegründet
Als eine Gruppe nationalistischer Studenten aus Bilbao am 31. Juli 1959 die Organisation "Euskadi Ta Askatasuna" gründet, geht es ihnen darum, gegen die Unterdrückung durch das Franco-Regime zu kämpfen. "Das Baskenland und seine Freiheit" bedeutet der Name übersetzt. Doch stehen die Initialien ETA heute längst nicht mehr für den Widerstand gegen eine Diktatur, sondern nur noch für Gewalt und Terror. Während ETA in den Anfangsjahren als Verfechterin eines unter Francisco Franco in die Illegalität abgedrängten baskischen Nationalismus mit Sympathien im In- und Ausland rechnen konnte, gelten die ETA-Anhänger inzwischen als ewig Gestrige. Denn noch immer töten sie für ein unabhängiges Baskenland, das kaum noch ein Baske will.
Zumal von den 2,1 Millionen Einwohnern des "País Vasco" nur 600.000 Basken sind. Und mögen die meisten von ihnen auch mit einem gesunden Nationalstolz ausgestattet sein, so streben sie noch lange keine Abkehr vom spanischen Staat an. Die Forderung der Terroristen nach Unabhängigkeit erscheint umso absurder, bedenkt man, dass nur die Provinzen Vizcaya, Guipuzcoa und Álava sowie die Autonome Region Navarra zu Spanien gehören, die Provinzen Soule, Basse-Navarre und Labourd jedoch auf französischem Gebiet liegen.




