Mit der zum 1. August 2008 geplanten Ausbildung zum/zur Personaldienstleistungskaufmann/-frau wird es erstmals einen eigenen Ausbildungsberuf für den Personalbereich geben. Ausgebildet werden Personaldienstleistungskaufleute in Personaldienstleistungsunternehmen, z.B. Zeitarbeitsfirmen und Unternehmen der privaten Arbeitsvermittlung, oder in Personalabteilungen von Unternehmen. Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre. Es handelt sich um einen Monoberuf. Tätigkeitsfelder finden Personaldienstleistungskaufleute in den Bereichen Personalberatung, -vermittlung, -rekrutierung, -entwicklung sowie in der Arbeitnehmerüberlassung. Sie ermitteln den Personalbedarf, führen die Personalbeschaffung durch, organisieren den Personaleinsatz und planen die Personalentwicklung. In Personaldienstleistungsunternehmen spielen auch Kundenakquise und Kundenbetreuung eine wichtige Rolle. Zu ihren kaufmännischen Tätigkeiten gehören Kalkulation und Angebotserstellung, das Abschließen von Verträgen sowie die Projekt- und Auftragsabwicklung. Außerdem pflegen sie beispielsweise Netzwerke mit relevanten Organisationen.
Produktionstechnologe/-technologin
B 5490-101, B 5490-901,
Ab dem 1. August 2008 soll es einen neuen Ausbildungsberuf im Produktionsbereich geben. Aufgabe der Produktionstechnologen und -technologinnen ist es, in der Industrie und in Produktion unterstützenden Dienstleistungsunternehmen Produktionsprozesse zu gestalten und zu sichern. Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre. Es handelt sich um einen Monoberuf. Produktionstechnologen und -technologinnen stellen die Produktionsfähigkeit der Anlagen her, indem sie die Anlagen einrichten und in Betrieb nehmen, programmieren und parametrieren. Außerdem testen sie Muster und Prototypen, überwachen Prozessabläufe, sind an der Qualitätsverbesserung von Produkten und Prozessen beteiligt und organisieren logistische Prozesse für Produkte und Werkzeuge. Sie arbeiten sowohl mit Produkt- und Prozessentwicklern und Konstrukteuren als auch mit Zulieferern, Kunden und dem Produktionsteam zusammen. Ihr Berufsprofil verbindet somit prozessorientierte, produktions- und informationstechnische Tätigkeiten mit Kommunikations- und Organisationsaufgaben.
Servicekraft für Schutz und Sicherheit
B 7911-117, B 7911-907,
Servicekraft für Schutz und Sicherheit ist ein neuer Ausbildungsberuf, dessen Ausbildungsordnung zum 01. August 2008 in Kraft treten soll. Ausbildungsbetriebe sind Unternehmen der Sicherheitsbranche, Unternehmen mit eigenem Sicherheitspersonal sowie Behörden und andere öffentliche Einrichtungen. Die Ausbildungsdauer beträgt 2 Jahre. Es handelt sich um einen Monoberuf. Aufgabe von Servicefachkräften für Schutz und Sicherheit ist es, Personen und Sachwerte durch präventive Maßnahmen zu schützen, indem sie z.B. Kontrollgänge oder Einlasskontrollen durchführen. Bei Bedarf greifen sie im Rahmen ihrer Befugnisse auch ein, um Gefahren abzuwenden. Mit der zweijährigen Ausbildung zur Servicekraft für Schutz und Sicherheit soll neben der dreijährigen Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit eine weitere Erstausbildung in der Sicherheitsbranche eingeführt werden. Die Ausbildungsdauer wird bei Fortsetzung der Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit angerechnet.
B 3922-101, B 3922-900,
Speiseeishersteller/in ist ein neuer Ausbildungsberuf, dessen Ausbildungsordnung im Rahmen einer Erprobungsverordnung zum 1. August 2008 in Kraft treten soll. Der Beruf wird sowohl im Handwerk als auch im Handel ausgebildet werden. Die Ausbildungsdauer beträgt 2 Jahre. Es handelt sich um einen Monoberuf. Speiseeishersteller/innen arbeiten in handwerklichen Betrieben, die Speiseeis produzieren, sowie in Eiscafes, Eisdielen und Konditoreien. Neben den unterschiedlichsten Sorten von Speiseeis stellen sie auch Erzeugnisse aus Biskuit- und Waffelmassen her und bereiten Suppen, Toasts, Aufläufe und Nudelgerichte zu. Sie bedienen die Kunden an Tisch Theke und Büffet, richten die Verkaufs- oder Gasträume her und sind an Werbemaßnahmen beteiligt.




