Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Leben & Lifestyle/Artikel
Skispringen
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

Skispringen

Fast ein wenig unfreiwillig erfanden die Norweger das Skispringen. Geländeunebenheiten zwangen nämlich die in der norwegischen Provinz Telemark lebenden Bergbauern im 18. Jahrhundert zu den ersten (unfreiwilligen) Sprungeinlagen. Vom Sprungfieber einmal angesteckt, hielten u.a. Scheunendächer und Holzhaufen als…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle

Fast ein wenig unfreiwillig erfanden die Norweger das Skispringen. Geländeunebenheiten zwangen nämlich die in der norwegischen Provinz Telemark lebenden Bergbauern im 18. Jahrhundert zu den ersten (unfreiwilligen) Sprungeinlagen. Vom Sprungfieber einmal angesteckt, hielten u.a. Scheunendächer und Holzhaufen als Schanzen her, die gelegentlich sogar mit einem nach innen ausgeformten Schanzentisch für hohe Loopingsprünge ausgestattet waren. Bereits 1860 fanden die ersten Wettbewerbe, damals noch mit Hilfe eines Skistockes statt. Die ersten Sprünge ohne Stock folgten dann 1881 anlässlich der Huseby-Skiwettkämpfe des Skiklubs Kristiania in Oslo.

Anfangs nahmen die Springer während des Sprungs noch eine beinahe aufrechte Stellung ein und ruderten dazu vogelgleich mit den Armen, um die Balance zu halten. Ab 1912 setzte sich in den USA der neue “Vorlage-Stil” durch. Dabei winkelten die Springer in der Flugphase ihren Oberkörper in den Hüften an. In den dreißiger Jahren prägte der beste Springer seiner Zeit, Birger Ruud, mit seinem starken Hüftknick und rudernden Armen – “Kongsberger-Stil” genannt – die Flugtechnik. Mit der Zeit gewannen aerodynamische Flughaltungstheorien mehr an Bedeutung. Ab 1950 legten die Springer die Arme ganz an den Körper und die Hände neben die kaum noch geknickten Hüften. Der Schwede Jan Bokloev kreierte 1987 schließlich den zunächst auch als “Froschstil” bezeichneten V-Stil: Bei dieser Sprungtechnik werden nach dem Absprung die Skier V-artig gespreizt, um eine größere Auftriebsfläche zu erzeugen.

Der Schanzentypus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, sog. Fallschanzen, ließ die Springer aus relativ großer Höhe schnell nach unten fallen. Dabei musste ein großer Aufpralldruck abgefedert werden. Erst bei verringerter Schanzentischneigung waren flachere Flugbahnen möglich. Diese modifizierte Konstruktion nennt man Flugschanze.

Trugen die Springer anfangs noch Alltagskleidung mit Flatterhosen und Gamaschen, setzten sich in den 20er Jahren engere Hosen durch, die zum Ausklang der 60er Jahre durch latzhosenähnlichen Anzüge ersetzt wurden. In der Saison 1974/75 benutzten die Österreicher den ersten kompletten Springeroverall, der aufgrund des geringeren Luftwiderstandes noch größere Weiten ermöglichte. Später kam als Ober- und Untermaterial das hochelastische Lycra dazu, das beidseitig auf eine dicke Schaumstoffschicht aufgetragen wurde. Zudem erwiesen sich Rauheffekte auf der Vorderseite und glatte Materialien auf der Rückseite als leistungsfördernd.

Schon bei den ersten Olympischen Winterspiele 1924 in Chamonix (Frankreich) waren die Skispringer mit von der Partie. Erstes deutsches Edelmetall (Bronze) holte der damalige DDR-Springer Harry Glaß 1956 in Cortina. Zu den großen Stars des Sports gehörten auch der Finne Matti Nykänen sowie der Deutsche Jens Weißflog, der 1984 in Sarajevo von der Normalschanze (Gold) und der Großschanze (Silber) errang sowie 1994 in Lillehammer 2x Gold (Großschanze und Mannschaftsspringen) holte. Einen regelrechten Boom löste 2001/2002 der Schwarzwälder Sven Hannawald aus, der als erster Skispringer überhaupt alle vier Springen der Vierschanzentournee für sich entscheiden konnte.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
DIY-Autopilot: Hobbyisten rüsten Privatfahrzeuge mit selbstfahrenden Systemen nach
Leben & Lifestyle

DIY-Autopilot: Hobbyisten rüsten Privatfahrzeuge mit selbstfahrenden Systemen nach

30. September 2026

Eine wachsende Untergrund-Bewegung baut Open-Source-Fahrassistenzsysteme in normale Autos ein. Die Praxis wirft drängende Fragen zu Verkehrssicherheit, Haftung und der Zukunft autonomer Technologie auf.

Reaktionssport Tischtennis: Wie schnelle Bewegungen Körper und Gehirn fordern
Leben & Lifestyle

Reaktionssport Tischtennis: Wie schnelle Bewegungen Körper und Gehirn fordern

1. April 2026

Tischtennis gilt oft als Freizeitspiel, das in Kellern, Schulhöfen oder Parks stattfindet. Gleichzeitig zählt es zu den schnellsten Rückschlagsportarten überhaupt. Der Ball kann Geschwindigkeiten von über 100 km/h…

CO₂-Bilanz beim Hausbau: Wie viel Klimaschutz steckt wirklich im Neubau?
Leben & Lifestyle

CO₂-Bilanz beim Hausbau: Wie viel Klimaschutz steckt wirklich im Neubau?

31. März 2026

Der Hausbau in Deutschland wird seit einigen Jahren von zunehmend strengen energetischen Auflagen begleitet. Seit dem Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) am 1. November 2020 gelten für Neubauten einheitliche…

Anatomie trifft Biomechanik: Warum frauenspezifische Laufschuhe vor Verletzungen schützen
Leben & Lifestyle

Anatomie trifft Biomechanik: Warum frauenspezifische Laufschuhe vor Verletzungen schützen

25. März 2026

Laufen gehört zu den beliebtesten Ausdauersportarten, um das Herz-Kreislauf-System zu stärken und den Kopf nach einem langen Arbeitstag freizubekommen. Doch bei jedem Schritt wirken Kräfte auf den Körper ein, die das…

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite