Aufgaben und Tätigkeiten
Der Soziologe beschäftigt sich mit dem gegenwärtigen Zusammenleben der Menschen in einer Gesellschaft. Dabei reicht die Gegenwart durchaus einige Jahrzehnte zurück. Er nutzt seine Kenntnisse in der sozialwissenschaftlichen Datenerhebung und -auswertung, um soziale Phänomene (wie Erziehung, politische Willensbildung, Kriminalität, Arbeitslosigkeit etc.), ihre Entstehung und Wechselwirkung zu analysieren. Der Soziologe untersucht die Strukturen der menschlichen Gesellschaft sowie sozialer Gebilde und Institutionen wie Betriebe, Familien, Parteien oder Religionsgemeinschaften. Je mehr wirtschaftliche und soziale Probleme in einer Gesellschaft sichtbar werden, desto wichtiger wird soziologisches Fachwissen, um Erklärungsansätze zu gewinnen und Strategien zu entwickeln, wie diese gesellschaftlichen Probleme gelöst werden können.
Arbeitsfelder und Arbeitsmarktchancen
Soziologen sind in der öffentlichen Verwaltung, bei Verbänden und Kammern, in Wirtschaftsunternehmen, bei Parteien und politischen Organisationen, bei Einrichtungen des Bildungswesens, bei den Medien und an wissenschaftlichen oder kommerziellen Forschungseinrichtungen tätig. Die Arbeitsmarktchancen hängen stark von einer möglichst frühzeitigen Orientierung auf ein Arbeitsfeld ab. Praktika erhöhen die Chancen.
Weiterbildungsmöglichkeiten
Nach dem Studium kann sich eine Promotion oder ein Aufbaustudium, z.B. in Volkswirtschaft, anschließen. Mit einem Volontariat eröffnen sich Soziologen auch die Bereiche des Journalismus.
Ähnliche Berufsbilder und Synonyme
Verwandte Berufsbilder sind der Politologe, Ethnologe und Volkswirtschaftler.
Voraussetzungen und Fähigkeiten
Studienvoraussetzung ist das Abitur. Mathematische Begabung und soziales Interesse sind unerlässlich.
Ausbildung
Das Studium erfolgt an Hochschulen und Universitäten und dauert in der Regel fünf Jahre.
Kontakt
Berufsverband Deutscher Soziologinnen und Soziologen e.V.
Lohweg 45, 45665 Recklinghausen
Tel.: 02361/492839
Fax: 02361/492546
E-Mail: geschaeftsstelle@bds-soz.de
BDS
Der Berufsverband Deutscher Soziologinnen und Soziologen e.V. (BDS) ist die berufspolitische Vereinigung der Soziologinnen und Soziologen in der Bundesrepublik Deutschland. Er vertritt deren berufliche und berufspraktische Interessen und Belange. Der Berufs- verband wurde 1976 gegründet. Im Unterschied zur eher akademisch orientierten Deutschen Gesellschaft für Soziologie schließt der BDS insbesondere auch die außeruniversitär tätigen Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler ein.
Deutsche Gesellschaft für Soziologie (DGS)
Institut für Soziologie, LMU München, Konradstraße 6, 80801 München
Fax: 089/21802922
E-Mail: dgs@soziologie.uni-muenchen.de
DGS
Die Deutsche Gesellschaft für Soziologie ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Zielsetzungen vor allem darin bestehen, sozialwissenschaftliche Probleme zu erörtern, die wissenschaftliche Kommunikation der Mitglieder zu fördern und an der Verbreitung und Vertiefung soziologischer Kenntnisse mitzuwirken. Die DGS beteiligt sich an der Klärung von Fach- und Studienfragen der Soziologie und pflegt die Beziehungen zur Soziologie im Ausland. In zweijährigem Abstand führt die DGS die "Kongresse der Deutschen Gesellschaft für Soziologie" durch, an denen sich in jüngster Zeit jeweils mehrere tausend Teilnehmer beteiligen. Die bei der DGS gehaltenen Vorträge aus acht Jahrzehnten liegen in Sammelbänden publiziert vor.



