Sport in der Natur
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Sport in der Natur

Bild: Foto: Basile Morin, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Es ist nicht unbedingt notwendig, einem Sportverein beizutreten, um sich im Freien sportlich zu betätigen. Viele Aktivitäten können durchaus allein und ohne Anleitung ausgeführt werden. Auch mit Freunden kann Fitness im Freien großen Spaß machen. Der Körper benötigt die Sonneneinstrahlung für die Produktion von Vitamin D. Frische Luft, Sonnenschein und die Schönheit der Natur können ganz deutliche therapeutische und stimmungsaufhellende Wirkung haben.

Sicherheitsmaßnahmen

  • Treiben Sie keinen Sport an stark befahrenen Straßen mit hoher Luftverschmutzung (Abgase)
  • Sie sollten für den Verkehr gut sichtbar sein (reflektierende Kleidung)
  • Meiden Sie abgelegene Gebiete wegen der Überfallgefahr. Auch im Falle einer Verletzung befindet sich niemand in der Nähe, um Hilfe zu holen.
  • Insbesondere Frauen sollten in der Dunkelheit nicht alleine trainieren
  • Trainieren Sie wenn möglich zu zweit
  • Meiden Sie Training bei extremen Temperaturen (z.B. Mittagshitze)
  • Tragen Sie im Sommer eine Kopfbedeckung und leichte Baumwollkleidung und benutzen Sie Sonnenschutzmittel mit Lichtschutzfaktor 15 oder höher (mit UVA- und UVB-Filter)
  • Trinken Sie während des Trainings, um durch Schwitzen verlorene Flüssigkeit aufzufüllen.
  • Im Winter sollten Sie sich warm anziehen (mehrere Lagen Baumwollkleidung). Auch eine leichte wasserdichte Jacke, Kopfbedeckung und Handschuhe sind wichtig.

Beliebte Sportarten im Freien

Wir stellen Ihnen einige beliebte Sportarten vor. Denken Sie daran, wie wichtig bei jedem Training ein ausreichendes Auf- und Abwärmen ist. Beginnen Sie nach dem Aufwärmen langsam mit dem Training und steigern Sie Ihre Geschwindigkeit bis Sie Ihren Trainingsbereich erreicht haben. Verringern Sie am Ende des Trainings die Geschwindigkeit und vergessen Sie nicht, die beanspruchten Muskelgruppen abzuwärmen.

Gehen

Gehen belastet die Gelenke wenig und lässt sich leicht in den Tagesablauf einfügen. Um Ausdauer und Herz-Kreislauf-Fitness zu verbessern, sollten Sie so schnell gehen, dass Sie Ihre Trainingsherzfrequenz mindestens 20 Minuten ununterbrochen beibehalten. Steigern Sie langsam die Geschwindigkeit, rollen Sie die Füße von der Ferse bis zu den Zehen ab, machen Sie große Schritte und schwingen Sie die Arme mit. Halten Sie sich ab der Hüfte aufrecht, drücken Sie die Schultern zurück und bleiben Sie entspannt.

  • Altersklasse: Jedes Alter, besonders für ältere Menschen
  • Ausrüstung: Bequeme Schuhe und wetterfeste Kleidung
  • Positive Effekte: Verbessert die Ausdauer, stärkt Beine und tiefer gelegene Rumpfmuskulatur, fördert die Knochenbildung
  • Risiken: Sonnenbrand; Gehen ist die sicherste Form der körperlichen Betätigung
  • Trainingshäufigkeit: Ein- bis mehrmals täglich
  • Sich verbessern: Gehen Sie länger oder steigen Sie z.B. bergauf

Powerwalking

Powerwalking hat die positiven Auswirkungen des Laufens, ist aber für die Gelenke weniger belastend als Joggen. Trainieren Sie auf weichem, ebenen Untergrund und vergrößern Sie während des schnellen Gehens Ihre Schrittweite. Die Ferse des einen Fußes wird immer direkt vor die Zehen des anderen Fußes gesetzt, die Hüfte sollte eine rollende Bewegung ausführen, die Arme schwingen mit. Möchten Sie die Herz-Kreislauf-Fitness verbessern, müssen Sie mindestens 20 Minuten in Ihrem Trainingsbereich trainieren.

  • Altersklasse: Jedes Alter
  • Ausrüstung: Gut stützende Sportschuhe, bequeme Sportbekleidung
  • Positive Effekte: Verbessert die Ausdauer, stärkt Beine und tiefer gelegene Rumpfmuskulatur, fördert die Knochenbildung
  • Risiken: Sonnenbrand; kann Hüft- u. Fußgelenke sowie Füße durch Stoßbelastung stärker beanspruchen
  • Trainingshäufigkeit: drei- bis viermal pro Woche
  • Sich verbessern: Gehen Sie länger oder steigen Sie z.B. bergauf

Schwimmen

Um Krämpfe zu vermeiden, sollten Sie mit dem Training mindestens eine Stunde nach dem Essen warten. Ihren Trainingsbereich erreichen Sie bei einer Geschwindigkeit von ca. 40 Meter pro Minute. Atmen Sie gleichmäßig, strecken Sie den Körper mit jedem Schwimmstoß, ziehen Sie sich mit den Armen nach vorn und stoßen Sie sich mit den Beinen ab. Halten Sie beim Brustschwimmen den Kopf nicht ständig aus dem Wasser. Kraulen ist die schnellste Schwimmtechnik und beansprucht die meisten Muskeln.

  • Altersklasse: Jedes Alter
  • Ausrüstung: Badeanzug oder -hose, evtl. Schwimmbrille
  • Positive Effekte: Verbessert die Ausdauer, stärkt den gesamten Bewegungsapparat, geringe Belastung für die Gelenke
  • Risiken: Sonnenbrand; Nackenverspannungen und Spannungskopfschmerzen (falsche Haltung beim Brustschwimmen), Infektionen der Haut, der oberen Atemwege und des Magens (unsauberes Wasser), Erkrankung an der Weilschen Krankheit durch Süßwasser; Chlorunverträglichkeit; Tauchunfälle
  • Trainingshäufigkeit: drei- bis viermal pro Woche
  • Sich verbessern: Schwimmen Sie schneller oder länger; wechseln Sie den Schwimmstil

Fahrradfahren

Ihr Fahrrad sollte verkehrssicher und auf Ihre Körpergröße exakt eingestellt sein. Um die Ausdauer zu verbessern fahren Sie mit möglichst gleichmäßiger Geschwindigkeit (ca. 1 Kilometer in 3 bis 4 Minuten) mindestens 20 Minuten ununterbrochen Fahrrad. Windgeschwindigkeit und Steigungen beeinflussen die Geschwindigkeit natürlich.

  • Altersklasse: Jedes Alter
  • Ausrüstung: Fahrrad; Helm; Handschuhe; Knie- und Ellenbogenschützer, evtl. gepolsterte Radlerhosen, evtl. Tacho und Kilometerzähler
  • Positive Effekte: Verbessert die Ausdauer und Kraft, stärkt Beine und Beckenbodenmuskulatur, fördert den Gleichgewichtssinn
  • Risiken: Sonnenbrand; Knieprobleme; Überanstrengung oder Zerrung der Rückenmuskeln (bei Rennrad); Straßenverkehr
  • Trainingshäufigkeit: Drei- bis viermal pro Woche
  • Sich verbessern: Fahren Sie länger, schneller oder teilweise bergauf; legen Sie kleine Sprints ein (50-60 Sek.)

Brandungssurfen und Windsurfen

Eignen Sie sich allgemeine und spezielle örtliche Kenntnisse über Wellen- und Windstärken, Gezeiten und Strömungen an. Üben Sie aufrecht auf dem Brett zu stehen, bevor Sie sich an hohe Wellen oder starke Winde wagen. Stärken Sie zum Windsurfen evtl. Ihre Rumpfmuskulatur durch Krafttraining.

  • Altersklasse: Teenager bis Menschen mittleren Alters
  • Ausrüstung: Neoprenanzug; Brandungs- oder Windsurfbrett; Schwimmweste und Trapez (für Windsurfen)
  • Positive Effekte: Stärkt Beine und Oberkörper (nur Windsurfen); trainiert Behändigkeit und Gleichgewichtssinn
  • Risiken: Sonnenbrand; Unfallverletzungen; Ertrinken
  • Trainingshäufigkeit: so häufig wie gewünscht
  • Sich verbessern: Surfzeit verlängern; Technik verbessern

Schlittschulaufen

Diese Sportart ist nur sinnvoll, wenn sich in der Nähe eine Kunsteisbahn befindet oder im Winter Möglichkeiten im Freien bestehen. Grundlegende Techniken wie Stoppen, Drehen und Rückwärtsfahren sollten zuerst erlernt werden. Arbeiten Sie sich nach dem Aufwärmen langsam in Ihren Trainingsbereich vor und versuchen Sie, dort so lange wie möglich zu bleiben, bevor Sie wieder langsam die Geschwindigkeit verringern.

  • Altersklasse: jedes Alter
  • Ausrüstung: Schlittschuhe, warme und schützende Kleidung
  • Positive Effekte: Verbessert die Ausdauer, stärkt die Beine, fördert die Knochenbildung und den Gleichgewichtssinn
  • Risiken: Sonnenbrand und Eiseinbruch (im Freien); kleine Schnittwunden; Überlastung von Knien und Fußgelenken; Sturzverletzungen
  • Trainingshäufigkeit: Drei- bis fünfmal pro Woche
  • Sich verbessern: Trainieren Sie länger oder laufen Sie z.B. schneller

Inlineskating

Inlineskating ist eine aufregende (aber nicht ganz risikofreie) Sportart, da man mit großer Geschwindigkeit weite Strecken zurücklegen kann. Aus Sicherheitsgründen müssen Inlineskates in perfektem Zustand sein. Grundlegende Techniken wie Stoppen, Drehen und Rückwärtsfahren sollten zuerst abseits vom Verkehr erlernt werden. Arbeiten Sie sich nach dem Aufwärmen langsam in Ihren Trainingsbereich vor und versuchen Sie, dort so lange wie möglich zu bleiben, bevor Sie wieder langsam die Geschwindigkeit verringern.

  • Altersklasse: Kinder bis ältere Menschen
  • Ausrüstung: Inlineskates; Helm; Knie-, Hand- und Ellenbogenschützer
  • Positive Effekte: Verbessert die Ausdauer, stärkt Beine und tiefer gelegene Rumpfmuskulatur, fördert die Knochenbildung und den Gleichgewichtssinn
  • Risiken: Sonnenbrand; Überlastung von Knie- und Fußgelenken, teils schwere Unfallverletzungen
  • Trainingshäufigkeit: Drei- bis viermal pro Woche
  • Sich verbessern: Trainieren Sie länger, fahren Sie schneller oder wählen Sie eine anspruchsvollere Strecke

Joggen und Laufen

Trainieren Sie auf weichem ebenem Untergrund, um die Gelenke zu schonen. Rollen Sie die Füße von der Ferse zu den Zehen ganz ab, damit die Belastung gleichmäßig verteilt wird und schwingen Sie die Arme im Laufrhythmus parallel zum Körper mit. Wenn Sie außer Atem geraten und nach Luft schnappen, laufen Sie zu schnell.

  • Altersklasse: Jedes Alter; Anfänger über 50 sollten mit Powerwalking beginnen
  • Ausrüstung: Gute Laufschuhe, bequeme Sportkleidung, evtl. Puls- oder Geschwindigkeitsmesser
  • Positive Effekte: Verbessert die Ausdauer, stärkt Beine und tiefer gelegene Rumpfmuskulatur, fördert die Knochenbildung
  • Risiken: Sonnenbrand; belastet Füße, Fußgelenke, Waden, Knie, Hüften, Wirbelsäule; Risiko von Muskel- und Sehnenverletzungen; Verletzungen der Achillessehne und des Schienbeins; Wundscheuern der Brustwarzen bei längeren Läufen.
  • Trainingshäufigkeit: Dreimal pro Woche
  • Sich verbessern: Sobald Sie das Training dreimal pro Woche 20 Minuten lang durchhalten, können Sie länger trainieren, oder z.B. bergauf laufen oder kurze Sprints einlegen

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