Squaw Valley 1960
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Squaw Valley 1960

Bild: Foto: Markus Willimann, Public domain, via Wikimedia Commons

Die Organisatoren in Squaw Valley konnten die Skepsis nicht widerlegen, die ihnen bis zum Schluss der Vorbereitungen entgegen geschlagen war. Nach den Spielen in der Sierra Nevada verfielen die meisten Anlagen der nordischen Wettbewerbe wieder.

Die Organisatoren in Squaw Valley konnten die Skepsis nicht widerlegen, die ihnen bis zum Schluss der Vorbereitungen entgegen geschlagen war. Nach den Spielen in der Sierra Nevada verfielen die meisten Anlagen der nordischen Wettbewerbe wieder.

Zum Zeitpunkt der Vergabe der Olympischen Spiele (1955) war das 1900 m hoch gelegene Gebiet um den Lake Tahoe für den Wintersport überhaupt noch nicht erschlossen. Doch dank eines ehrgeizigen Organisationskomitees, finanzieller Unterstützung durch die US-Bundesstaaten Kalifornien und Nevada sowie durch Regierungszuschüsse gelang es innerhalb von vier Jahren, Squaw Valley mit Sportstätten und Unterkünften sowie einer entsprechenden Infrastruktur für die über zwei Millionen Besucher auszustatten.

Den Bau einer Bobbahn hatten die Veranstalter trotz finanzieller Zuschüsse zu lange hinausgezögert. Das IOC musste daraufhin die beiden Bob-Wettbewerbe (Zweier und Vierer) aus dem Programm streichen. Großen Aufwand erforderte die Vorbereitung der alpinen Pisten, die mit künstlichen Hindernissen präpariert werden mussten, um dem anspruchsvollen olympischen Niveau gerecht zu werden.

Das olympische Feuer war diesmal in Morgedal in Norwegen entzündet worden. Bei der von Walt Disney inszenierten Eröffnungsfeier marschierte die gesamtdeutsche Mannschaft hinter einer schwarz-rot-goldenen Fahne mit den fünf olympischen Ringen ein. Auf diesen Kompromiss hatten sich die Funktionäre geeinigt, nachdem die DDR-Delegation im Vorfeld auf ihrer Flagge mit Hammer und Zirkel bestanden hatte. Zum ersten und – wegen der Apartheidpolitik – zum letzten Mal bis 1994 nahm eine Mannschaft aus Südafrika an Winterspielen teil.

Zum ersten Mal stand der Biathlon auf dem Programm. Dieser seit Jahrzehnten in Schweden praktizierte Zweikampf aus Skilanglauf und Schießen hatte eine lange Tradition in Skandinavien. Erster Olympiasieger des Wettbewerbs über 20 km wurde der Schwede Klas Lestander. Beim Eisschnelllauf feierten die Frauen olympische Premiere mit vier Entscheidungen über 500 m (Gold für die Deutsche Helga Haase), 1000 m (Klara Gusewa, URS), 1500 m und 3000 m. Beide Wettbewerbe entschied Lidia Skoblikowa aus der UdSSR für sich.

Ein “Familientreffen” von US-Sportlern waren die Siegerehrungen der Eiskunstläufer: Bei den Herren gewann David Jenkins, der Bruder des Olympiasiegers von 1956, Hayes Alan Jenkins. Bei den Damen stand David Jenkins künftige Schwägerin Carol Heiss ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Für eine Sensation sorgten die Deutschen Georg Thoma und Helmut Recknagel, die als erste Mitteleuropäer die Nordische Kombination bzw. den Sprunglauf von der Großschanze für sich entschieden.

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