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Super-Gau: Als Block vier in die Luft flog
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Leben & Lifestyle

Super-Gau: Als Block vier in die Luft flog

Es ging zunächst um ein Experiment. Im Lenin-Kraftwerk Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Pripjat sollten die Ingenieure prüfen, ob die Turbinen bei einem kompletten Stromausfall im Kraftwerk noch in der Lage wären, die Notkühlung aufrecht zu erhalten. Der Versuch sollte unter realistischen Bedingungen…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Leben & Lifestyle

Es ging zunächst um ein Experiment. Im Lenin-Kraftwerk Tschernobyl nahe der ukrainischen Stadt Pripjat sollten die Ingenieure prüfen, ob die Turbinen bei einem kompletten Stromausfall im Kraftwerk noch in der Lage wären, die Notkühlung aufrecht zu erhalten. Der Versuch sollte unter realistischen Bedingungen ablaufen, und so schaltete das Personal am Abend des 25. April 1986 die Sicherheitssysteme von Block vier ab.

Durch Bedienungsfehler und der Vernachlässigung von Sicherheitsvorschriften geriet die Lage jedoch in jener Nacht außer Kontrolle. Die Reaktorleistung war stark abgefallen, und um sie wieder anzuheben, entfernten die Mitarbeiter Bremsstäbe, mit denen die atomare Kettenreaktion kontrolliert wird. Die vorgeschriebe Minimalgrenze von 28 solcher Stäbe wurde dabei unterschritten, die Beherrschung des Reaktors weitaus schwieriger. Dennoch wurde das Experiment gestartet. Dabei wurden zu viele Kühlpumpen zugeschaltet, sodass das Wasser nicht mehr verdampfen konnte. Es begann aufzukochen, hydraulische Schläge ließen bei den Operatoren Bedenken aufkommen, den Test fortzusetzen. Doch der stellvertretende Chefingenieur des Reaktors soll sie mit den historischen Worten zum Weitermachen aufgefordert haben: „Noch ein, zwei Minuten, und alles ist vorbei!“

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