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Sydney 2000
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Leben & Lifestyle

Sydney 2000

Der damalige IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch lobte in einer phasenweise sehr persönlichen Schlussrede das beispiellose Engagement der zahlreichen Freiwilligen, freute sich über den Sportsgeist und würdigte den diplomatischen Erfolg der Spiele – der gemeinsame Einzug der nord- und südkoreanischen Sportler zu…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle

Prachtvolle Schlussfeier

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Der damalige IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch lobte in einer phasenweise sehr persönlichen Schlussrede das beispiellose Engagement der zahlreichen Freiwilligen, freute sich über den Sportsgeist und würdigte den diplomatischen Erfolg der Spiele – der gemeinsame Einzug der nord- und südkoreanischen Sportler zu Beginn der Spiele hatte ein Zeichen gesetzt.

Was blieb – neben der Erinnerung an die grenzenlose Begeisterung der Australier und die herausragenden Leistungen der Athleten – von den Spielen? Zunächst die nüchternen Zahlen: Kommerziell war Olympia auf dem fünften Kontinent ein Erfolg. Die Bilanzen wurden ausgeglichen, 6,7 Millionen Eintrittskarten verkauft. Milliarden Zuschauer in aller Welt verfolgten die Spiele live am Fernseher. Natürlich sorgten auch die großen sportlichen Highlights und ihre Athleten für Highlights: Die überraschenden Siege von Heike Drechsler im Weitsprung und Niels Schumann im 800m-Lauf, die überragende Leistung der Kanutin Birgit Fischer, die Goldmedaillen von Ian Thorpe, Inge de Bruijn, Cathy Freeman, Marion Jones, Michael Johnson – und wie sie alle hießen. Neue persönliche Bestmarken wurden aufgestellt, Weltrekorde purzelten. Kleinere Nationen und ihre Athleten konnten sich der Weltöffentlichkeit präsentieren und – immer wieder – auch überraschen. Mehr als 11.000 Sportlerinnen und Sportler kämpften in 28 Sportarten und 300 Wettbewerben um Gold, Silber und Bronze.

Und es gab noch viele andere gute Nachrichten: Kein Triathlet wurde – wie zuvor befürchtet – von einem Hai verschlungen und das erwartete Transportchaos blieb weitgehend aus. Aber es lag auch ein dunkler Schatten über den Spielen: Zahlreiche Dopingfälle belasteten die Spiele. Turn- und Gewichtheber mussten ihre Medaillen zurückgeben, nachdem sie positiv getestet wurden, einige Sportler hatten sich angesichts der verschärften Kontrollen erst in letzter Sekunde gegen die Reise nach Australien entschieden.

In seiner Schlussansprache – der letzten, die er als IOC-Präsident bei Olympischen Spielen hielt – stellte Samaranch den Australiern und den Spielen ein überragendes Zeugnis aus. Es seien die “besten Olympischen Spiele aller Zeiten gewesen”, so der Spanier. Das abschließende Feuerwerk, das viele Teile der Stadt, die herrliche Oper und die gewaltige Harbour Bridge in zauberhaftes Licht tauchte, setzte einen passenden Schlussakzent. Athen, Austragungsort der nächsten Olympischen Spiele im Jahr 2004, wird es nicht leicht haben – die “Aussies” haben die Messlatte hoch gelegt!

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