
Massivholzmöbel werden auch als Vollholzmöbel bezeichnet – und sind durch und durch aus echtem Holz. Das Pendant – teilmassive Möbel – ist eine Kombination aus massivem Holz, das mit einem Furnier in Holzoptik oder Holzwerkstoffen ergänzt wird. Unter Furnieren versteht man in der Möbelbranche hauchdünne Holzplättchen, die vom Stamm geschält werden und anschließend auf das Möbelstück aufgebracht werden.
Holzwerkstoffe werden ebenfalls aus Holz bzw. aus einzelnen Bestandteilen von Holz gewonnen. Holzfaserstoffe beispielsweise entstehen aus einer Mischung aus Rapsstroh und Holzfasern und können mit Klebstoffen verbunden werden. Jede Holzart – egal ob massiv oder teilmassiv – hat seine Vor- und Nachteile, seine Fans und seine Kritiker. In diesem Themenspezial soll es um die massivste Form der Holzmöbel gehen – um Massivholzmöbel, die einige Besonderheiten mitbringen.
Massivholzmöbel. Aus diesen Gehölzarten werden sie gefertigt
Die genaue Regelung, was ein Massivholzmöbelstück ist, ist in der DIN 68871 festgelegt. Darin steht, dass Vollholzmöbel nur deswegen diesen Namen tragen dürfen, weil sie durch und durch aus Holz sind. Bei Schränken, Kommoden und anderen kastenförmigen Möbeln gibt es die „Ausnahme“, dass die Böden der Schubläden, die Rückwände des Schrankes und die Zargen der Schubladen nicht aus demselben Holz stammen müssen. Mehr Ausnahmen gibt es nicht.

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Die Hölzer werden auf drei unterschiedlichen Wegen zum Massivholzmöbelstück

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Wer sich für Massivholzmöbel in den eigenen vier Wänden entscheidet, setzt auf Mobiliar aus der Natur – und das hat auch ganz natürliche Unregelmäßigkeiten. Diese können in Form und Farbe sichtbar werden, in Verwachsungen oder in Astansätzen. Während Kreuz- und Haarrisse sowie Gumpen, die vor allem beim Kirschbaum, bei der Erle oder bei der Birke vorkommen, typische Charakteristika von Massivholzmöbeln sind, sind Ausrisse, Blaufäule, Rotfäule, Harzgallen und Fraßspuren massive Mängel. Hölzer, die diese Mängel aufweisen, müssen vor der Produktion aussortiert werden.
Besonders gern stehen Massivholzmöbel in Räumen mit konstanter Raumtemperatur. Zwischen 19 und 23 Grad sind für Massivholzmöbel ideal. Eine Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 66 Prozent ebenso. Passen diese Rahmenbedingungen nicht, verändert sich das Holz. Ist es zu trocken, schrumpft es förmlich zusammen – da die Feuchtigkeit schwindet. Ist es zu feucht im Raum, quillt das Holz auf. Kurzfristige Abweichungen schaden auch Massivholzmöbeln nicht. Zudem ist die Wirkung von Holzmöbeln einmalig: Sie sorgen für einen Ausgleich des Raumklima




