
1. Form und Größe sind entscheidend
Der eine Garten ist zwar breit, aber nicht tief. Der andere hat magere 100 Quadratmeter Fläche, wo der daneben vielleicht eine halbe Wildnis mit mehreren tausend Quadratmetern ist. Jeder Garten ist anders und weil Form und Größe eine ganz entscheidende Bedeutung in der späteren Gestaltung haben, muss man erst einmal auf die Eckdaten kommen.
Das bedeutet also, man besorge sich ein langes Maßband und vermisst seinen Garten. Dann begibt man sich an den Computer, ruft Google Maps auf, schaltet in die Satellitenbildfunktion um (das Fensterchen unten links) und sucht seine Adresse. Nun kann man die Form seines Gartens komfortabel auf ein Schmierblatt übertragen und die zuvor herausgefundenen Abmessungen eintragen.
Dann kommt es darauf an, wie modern man eingestellt ist. Wer möchte, kann die Planung auf einem Online-Tool übernehmen. Alle anderen sollten sich im Architekturbedarf ein Maßstabs-Lineal besorgen und den Garten im Maßstab 1:100 (1cm auf dem Papier = 1 Meter in echt) in eine saubere Konstruktionszeichnung auf Millimeterpapier einzeichnen.

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2. Bäume ja, Sträucher nein
In diesen feinsäuberlichen Plan werden nun mithilfe von Google Maps die (ungefähren) Standorte der Bäume eingetragen – falls es sich überhaupt um einen Garten mit bestehendem Bewuchs handelt. Denn: Sträucher kann man beliebig verpflanzen und sie wachsen oft schnell. Bis ein Baum jedoch ausgewachsen ist, vergehen Jahrzehnte.
Ist das geschafft, überlegt man sich, was wirklich weg kann und was bleiben darf. Einmal mehr spielt dabei die Form des Gartens eine große Rolle bei der harmonischen Gestaltung. Gartenbauprofis empfehlen hier die Vorgehensweise, nach der je kürzer der Garten ist, man umso mehr eine abgestufte Bepflanzung wählt, mit dem niedrigen Rasen direkt hinter dem Haus und dann ansteigend bis zu den Bäumen am Ende – das kaschiert die geringe Tiefe. Und keine Angst, selbst der allerkleinste Garten kann mit genügend Geschick noch zum Schmuckstück werden.
Bei einem großen und sowieso sämtlichen tiefen, vielleicht schlauchartigen Gärten muss man sich hingegen eher überlegen, ob und in welcher Form man bestimmte Zonen schaffen möchte. Agiert man hier durch Hecken, Sträucher und ähnlichen Sichtschutz clever, gibt es von keinem Punkt des Gartens aus die Möglichkeit, alles zu überblicken. Damit wirkt er regelrecht grenzenlos.

3. Die Einrichtungs-Essentials
Es gibt Gartenbesitzer, die sind vollkommen glücklich, die komplette Einrichtung auf natürlichem Wege durch Pflanzen zu gestalten. Das ist zwar schön, aber auch sehr spartanisch, weil es den Garten zum reinen Zierobjekt macht. Wer ihn hingegen als gemütlichen Lebensmittelpunkt ansieht, braucht etwas mehr:
Mit diesen vier Elementen wird jeder Garten erheblich aufgewertet und bekommt einen echten Nutzwert, weil man nun darin stundenlang verweilen kann – regelrecht von der Welt abgeschieden und in köstlicher Ruhe.

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4. Harmonische Grenzen
Wie man den Garten selbst gestaltet, darin hat man in Deutschland weitestgehend freie Hand. Doch je näher man der Grenze zum Nachbarn kommt, desto stärker mischt sich Vater Staat ein. Einziger gemeinsamer Nenner ist, dass die Einfriedung des Gartens unters Nachbarrecht fällt und das ist von Bundesland zu –land unterschiedlich. Manche schreiben zwingend eine echte Einfriedung vor, andere nicht. Viele überlassen den Gemeinden genauere Vorschriften zur Höhe und Art. Das bedeutet: Erst informieren, dann kaufen. Ist das getan, bieten sich folgenden Optionen an:
Neben den behördlichen Vorschriften kommt es bei der Wahl natürlich auch darauf an, wie viel Schutz vor Unbefugten die Einfriedung liefern soll. Doch insbesondere, wenn man auf maximale Natürlichkeit vor allem anderen Wert legt, sollte man zur Hecke greifen und sie, zumindest auf der dem Garten zugewandten Seite, nicht ganz streng geometrisch schneiden, um volles Oasen-Feeling zu garantieren




