Unwort des Jahres 2011: "Dönermorde"
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Unwort des Jahres 2011: "Dönermorde"

Bild: Foto: Thomas Ledl, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Jahrelang hatten die Medien und die Polizei den Begriff “Döner-Morde” verwendet, um über eine bis dato unaufgeklärte Mordserie an neun Migranten und einer Polizistin zu berichten. Erst 2011 wurde bekannt, dass eine Zwickauer Neonazi-Zelle hinter den Attentaten steckte. Die Jury begründete ihre Wahl damit, dass der Begriff die Opfer der rechtsextremen Gewalt durch die "sachlich unangemessene, folkloristisch stereotype Etikettierung einer rechsterroristischen Mordserie" diskriminiere. Aufgrund ihrer Herkunft würden sie auf ein Imbissgericht reduziert. Der Begriff habe zudem dazu beigetragen, dass die politische Dimension der Mordserie jahrelang verkannt oder willentlich ignoriert wurde. Das Jahr 2011 verzeichnete mit 2420 Einsendungen einen bisherigen Höchststand der Bürgerbeteiligung. Der Ausdruck "Döner-Morde" wurde dabei 269 Mal von der Bevölkerung als "Unwort des Jahres" vorgeschlagen.

Jahrelang hatten die Medien und die Polizei den Begriff “Döner-Morde” verwendet, um über eine bis dato unaufgeklärte Mordserie an neun Migranten und einer Polizistin zu berichten. Erst 2011 wurde bekannt, dass eine Zwickauer Neonazi-Zelle hinter den Attentaten steckte. Die Jury begründete ihre Wahl damit, dass der Begriff die Opfer der rechtsextremen Gewalt durch die "sachlich unangemessene, folkloristisch stereotype Etikettierung einer rechsterroristischen  Mordserie" diskriminiere. Aufgrund ihrer Herkunft würden sie auf ein Imbissgericht reduziert. Der Begriff habe zudem dazu beigetragen, dass die politische Dimension der Mordserie jahrelang verkannt oder willentlich ignoriert wurde. Das Jahr 2011 verzeichnete mit 2420 Einsendungen einen bisherigen Höchststand der Bürgerbeteiligung. Der Ausdruck "Döner-Morde" wurde dabei 269 Mal von der Bevölkerung als "Unwort des Jahres" vorgeschlagen.

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