Ursprung von Sprache: Konnten die Neandertaler sprechen?
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Ursprung von Sprache: Konnten die Neandertaler sprechen?

Bild: Foto: Mary Way, Public domain, via Wikimedia Commons

Zu den anatomischen Voraussetzungen für menschliches Sprechen zählen Faktoren wie die Größe des Gehirns, der Aufbau des Gehirns sowie Aufbau und Beschaffenheit des Sprechapparats. Fest steht: Die Größe des Gehirns ist nicht ausschlaggebend. Schließlich können auch kleine Menschen Sprachgenies sein, Gorillas mit einem Hirn ähnlicher Größe dagegen nicht. Bereits im 19. Jahrhundert konnten Hirnregionen identifiziert werden, die eine entscheidende Rolle bei der Produktion und Verarbeitung von Sprache spielen: Das Broca-Zentrum (auch: motorisches Sprachzentrum) und das Wernicke-Zentrum (auch: sensorisches Sprachzentrum). Für die Verknüpfung von Gegenständen und deren Bezeichnung dagegen ist der Gyrus angularis entscheidend.

Zu den anatomischen Voraussetzungen für menschliches Sprechen zählen Faktoren wie die Größe des Gehirns, der Aufbau des Gehirns sowie Aufbau und Beschaffenheit des Sprechapparats. Fest steht: Die Größe des Gehirns ist nicht ausschlaggebend. Schließlich können auch kleine Menschen Sprachgenies sein, Gorillas mit einem Hirn ähnlicher Größe dagegen nicht. Bereits im 19. Jahrhundert konnten Hirnregionen identifiziert werden, die eine entscheidende Rolle bei der Produktion und Verarbeitung von Sprache spielen: Das Broca-Zentrum (auch: motorisches Sprachzentrum) und das Wernicke-Zentrum (auch: sensorisches Sprachzentrum). Für die Verknüpfung von Gegenständen und deren Bezeichnung dagegen ist der Gyrus angularis entscheidend.

Die Bedeutung des Sprechapparats

Durch Schädelinnenausgüsse stellte man fest, dass bereits der Homo habilis (= früheste Form der Gattung homo) über die entscheidenden Hirnwindungen verfügte. Theoretisch kam die Sprache also schon vor 2,5 Millionen Jahren in die Welt. Generell jedoch datiert man die Anfänge der menschlichen Sprache auf 300.000 bis 20.000 v. Chr. Rekonstruktionen des Sprechapparats von Neandertalern und anderen Vorgängern des modernen Menschen ergaben allerdings, dass sie nur über ein begrenztes Lautinventar verfügten. Zu eng der Mundraum, zu unbeweglich die Zunge, zu hochsitzend der Kehlkopf. Nur wir haben einen tiefsitzenden Kehlkopf und dadurch ein umfangreiches Repertoire. Der Nachteil: wir können nicht gleichzeitig schlucken und atmen, ohne uns zu verschlucken. Das können nur Neugeborene innerhalb der ersten drei Monate, bevor der Kehlkopf sich senkt und die Plapperphase beginnt.

Katja Schmid

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