Usability: Design für den Nutzer
„Über Geschmack lässt sich nicht streiten", heißt eine alte Lebensweisheit. Stimmt! - sagen Usability-Experten. Nach deren Auffassung sollen Grundregeln der menschlichen Wahrnehmung das Design von technischen Objekten wie Webseiten bestimmen. Nutzertests zeigen, ob eine Site als eigen, aber gebrauchbar durchgeht oder ob sie diesen haarscharfen Grat überschritten hat...
„Don't make me think!"

Die gute Nachricht für alle, die im Web surfen: für solche frustrierenden Erlebnisse haben nicht die Anwender die Schelte verdient – sondern die Designer oder Entwickler. Denn diese müssen die Kommunikations- und Informationsbedürfnisse der User in den Mittelpunkt ihrer Arbeit stellen. Anhand von alltäglichen Beispielen schildert Krug, wie sich Menschen im virtuellen Raum bewegen. Krugs Fazit: Wer im Baumarkt ein gewünschtes Produkt nicht findet, wird abhängig vom persönlichen Frustrationslevel vielleicht noch ein paar Runden drehen oder jemanden um Hilfe fragen. Irgendwann verlässt der verärgerte Kunde jedoch unweigerlich das Haus.
Usability-Experte Jacob Nielsen erläutert in seinem Buch „Web Usability" das Gebrauchsprinzip am Beispiel einer Tür: „Eine Tür ermöglicht das Ziehen oder Drücken, je nachdem wie herum sie aufgeht. Wenn jemand bereits im Voraus sehen kann, ob die Tür durch Ziehen oder Drücken geöffnet werden kann, dann ist das ein gutes Benutzerinterface." Jede Tür, die explizite Anweisungen zum Drücken oder Ziehen brauche, sei dagegen schlecht geplant.
Die schlimmsten Usability-Fehler
Nervfaktor Nummer 1 haben laut Usability-Forschung unter anderem:
Übrigens werden große, farbenprächtige Elemente ganz oben auf einer Webseite besonders oft übersehen. Usability-Forscher erklären das damit, dass an dieser zentralen Stelle häufig Bannerwerbung steht. Wir haben gelernt, unerwünschte Informationsangebote aus der Wahrnehmung auszublenden. Schlecht, wenn sich gerade hier etwa der Login-Button oder die Suche befindet...




