Von Pässen und Flanken
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Von Pässen und Flanken

Bild: Foto: Martinus KE, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Irgendwann kommt der Moment des Abspiels, vielleicht sogar der ersehnte Torschuss. Jetzt kann sich der Spieler als wahrer "Ballistiker" erweisen. Denn die Flugbahn eines Fußballs ist alles andere als gradlinig. Es gibt den, allerdings seltenen Fall, dass der Ball so getroffen wird, dass er ohne jeden Drall abfliegt. Dann segelt er eine Weile "schnurgeradeaus", beginnt schließlich in der Luft zu flattern und fällt plötzlich wie reifes Obst herunter. Aber alle anderen Schüsse versetzen ihn in Drehung: links oder rechts, oben oder unten um seine Achse herum. Und sobald der fliegende Ball sich auch noch dreht, tritt ein Effekt in Kraft, den man nach seinem Entdecker Gustav Magnus den "Magnus-Effekt" nennt.Der Ball wird nämlich in der Richtung, in die er sich dreht, abgetrieben. Ein nach links rotierender Ball fliegt also auch eine Linkskurve und ein nach oben sich Drehender, einer mit "Unterschnitt", driftet nach oben. Das sind natürlich für den Fußballspieler enorm wichtige Erkenntnisse, auch wenn er sie eher aus der jahrelangen Erfahrung heraus gewinnt, denn aus der Anwendung physikalischer Prinzipien. Was er nicht weiß, ist, dass der rotierende Ball die Luftströmung in seiner Drehrichtung mitreißt, während er sie in Gegenrichtung abbremst. Dort wo die Luftgeschwindigkeit kleiner wird, steigt dafür aber der Luftdruck: Der Ball wird von dort weg gedrückt.

Wahre Ballistiker

Irgendwann kommt der Moment des Abspiels, vielleicht sogar der ersehnte Torschuss. Jetzt kann sich der Spieler als wahrer "Ballistiker" erweisen. Denn die Flugbahn eines Fußballs ist alles andere als gradlinig. Es gibt den, allerdings seltenen Fall, dass der Ball so getroffen wird, dass er ohne jeden Drall abfliegt. Dann segelt er eine Weile "schnurgeradeaus", beginnt schließlich in der Luft zu flattern und fällt plötzlich wie reifes Obst herunter. Aber alle anderen Schüsse versetzen ihn in Drehung: links oder rechts, oben oder unten um seine Achse herum. Und sobald der fliegende Ball sich auch noch dreht, tritt ein Effekt in Kraft, den man nach seinem Entdecker Gustav Magnus den "Magnus-Effekt" nennt.
Der Ball wird nämlich in der Richtung, in die er sich dreht, abgetrieben. Ein nach links rotierender Ball fliegt also auch eine Linkskurve und ein nach oben sich Drehender, einer mit "Unterschnitt", driftet nach oben. Das sind natürlich für den Fußballspieler enorm wichtige Erkenntnisse, auch wenn er sie eher aus der jahrelangen Erfahrung heraus gewinnt, denn aus der Anwendung physikalischer Prinzipien. Was er nicht weiß, ist, dass der rotierende Ball die Luftströmung in seiner Drehrichtung mitreißt, während er sie in Gegenrichtung abbremst. Dort wo die Luftgeschwindigkeit kleiner wird, steigt dafür aber der Luftdruck: Der Ball wird von dort weg gedrückt.

Bananenflanken

Was der Profi dagegen ganz genau weiß, ist, dass ein unterschnittener Ball höchstens für Abschläge oder sehr lange Pässe taugt, dass ihm aber die seitliche Drehung, etwa in Form der berühmten "Bananen-Flanke" à la Manfred Kaltz, wunderbare Möglichkeiten beschert, den Mitspieler auch aus unglücklichen Winkeln noch zu bedienen und Torwart und Verteidiger geschickt zu täuschen. Diese Bälle müssen aber schnell und scharf geschlagen sein, denn je länger sie in der Luft sind, um so leichter sind sie für die abwehrende Mannschaft auszurechnen. "Topspin", also einen vorwärts rotierenden Ball, kann er ohnehin nur in seltenen Fällen spielen, dann nämlich wenn er Gelegenheit zum Volleyschuss bekommt. Dadurch erhält der Ball allerdings zusätzliche Vorwärtsgeschwindigkeit und eine steil abfallende Flugbahn. Gut für einen unhaltbaren Torschuss.

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