Namen wie Kevin und Björk klingen für die wenigsten Zeitgenossen wie “deutsche“ Vornamen. Doch wie sieht es aus mit Andreas, Georg, Hans und Grete? Die wenigsten ahnen, dass auch diese Namen ganz und gar nicht germanischer Herkunft sind - tatsächlich haben sie ihren Ursprung im Alten Testament: Hans ist eine Kurzform des hebräisch-griechischen Vornamens Johannes, während Grete auf den griechisch-lateinischen Vornamen Margarete zurückgeht.
Bis ins 12. Jahrhundert hinein prägten meist zweigliedrige Rufnamen germanischer Herkunft wie Bernhard, Gerhard, Bernhild oder Gertrud die deutsche Namenslandschaft. Doch dann breiteten sich zunehmend biblische und andere fremdsprachige Namen aus. Der Grund: statt wie bis dahin üblich Söhne und Töchter nach nahen Verwandten zu benennen, wählten die Menschen lieber aus einer Vielzahl von biblischen und heiligen Vorbildern.
Im Gegenzug haben zahlreiche ursprünglich germanische Namen Eingang gefunden in andere Sprachen. So stammen beispielsweise der englische Henry, der italienische Enrico sowie der französische Henri allesamt vom deutschen Heinrich ab.

Bild: Foto: Basile Morin, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Mehr aus Leben & Lifestyle
Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.
Alle Leben & Lifestyle-Artikel
Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren
2. November 2026Warum klingen Instrumente aus der Vorkriegszeit anders als neu gebaute Modelle? Die Antworten liegen in der komplexen physikalischen und chemischen Alterung von Holz, Leimen und Lacken über Jahrzehnte.

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur
31. Oktober 2026Von den chinesischen Penjing-Landschaften über den Zen-Buddhismus bis zur weltweiten Verbreitung: Die Geschichte der Bonsai-Kultur ist mehr als ein Dekorationstrend. Sie verbindet jahrhundertealte Philosophie mit…

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert
27. Oktober 2026Kaum ein Verfahren ist so von Klischees umgeben wie die Hypnose. Bühnenshows, in denen Freiwillige wie ferngesteuert Hühner imitieren, prägen bis heute das Bild. Mit der Arbeit in einer Praxis hat das wenig zu tun. Dort…
Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz
20. Oktober 2026Eine Studie in PLOS Biology zeigt, wie ein Inositol-sensitiver Rezeptor bei einer Hefe die Nährstoffnutzung steuert – selbst bei Glukose-Überschuss. Die Entdeckung verbindet Stoffwechsel und Virulenz.