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Vorsicht Hacker: Cyber-Erpressungen nehmen zu
Bildquelle nicht angegeben
Digital

Vorsicht Hacker: Cyber-Erpressungen nehmen zu

Statt des eigenen Desktops oder dem Dateiverzeichnis prangt dann auf dem Bildschirm des gehackten Rechners nur eine Lösegeldforderung: Erst wenn der Nutzer diese Summe zahlt, meist in Form der anonymen elektronischen Währung Bitcoin, wird der Zugang wieder freigegeben – so wird es jedenfalls versprochen. Zwar…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Digital
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thinkstock.com, leolintang

Statt des eigenen Desktops oder dem Dateiverzeichnis prangt dann auf dem Bildschirm des gehackten Rechners nur eine Lösegeldforderung: Erst wenn der Nutzer diese Summe zahlt, meist in Form der anonymen elektronischen Währung Bitcoin, wird der Zugang wieder freigegeben – so wird es jedenfalls versprochen. Zwar beträgt das geforderte Lösegeld häufig nur wenige tausend Euro, trotzdem ist der Schaden für die Betroffenen oft beträchtlich.

Private Computernutzer als leichte Beute

Viele Unternehmen haben in den letzten Jahren dadurch schon schmerzlich gelernt, wie angreifbar sie sind und ihre IT-Sicherheit daher verstärkt. Darauf haben die Hacker nun reagiert: Weil die Sicherheitsvorkehrungen im Privatbereich oft noch deutlich geringer sind, verlagern die Täter nun zunehmend ihr Geschäftsfeld und nutzen immer häufiger die Schwachstellen von Privat-PCs aus.

"Die meisten privaten IT-Nutzer verfügen zwar über ein Virenschutzprogramm, Ransomware oder Cyber-Trojaner wie Locky und Bart sagen ihnen aber nichts", sagt Christian Schaaf von der Sicherheitsberatung Corporate Trust in München. Genau dies aber macht viele Privatleute nun zur leichten Beute für die Cyber-Erpresser.

Artikelbild

Screenshot der deutschsprachigen Version der Lösegeldforderung von "Locky", einem 2016 auch in Deutschland in Umlauf gekommenen Verschlüsselungstrojaner.

Mathias M. ist Vertriebsleiter bei einem größeren deutschen Sanitätshaus. Für seine tägliche Arbeit hat ihm sein Arbeitgeber einen Laptop zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus nutzt er zuhause für alle privaten Dinge einen eigenen Computer. Er ist ganz bestimmt kein Internet-Junkie, geht aber trotzdem fast täglich online. Mal macht er Banküberweisungen, mal Einkäufe bei eBay oder Amazon, informiert sich auf Nachrichten-Portalen oder sieht sich einfach nur interessante Ziele für die nächste Urlaubsreise an.

Weil er abends, kurz bevor der Spielfilm losging, noch kurz seine privaten E-Mails checken wollte, kam es zum Verhängnis. Er klickte unbedacht auf den Anhang einer Mail und plötzlich ging gar nichts mehr. Auf dem Bildschirm öffnete sich ein Fenster und er wurde aufgefordert, 3,4 Bitcoins zu bezahlen, sonst hätte er keinen Zugriff mehr auf seine privaten Dateien. Der aktuelle Kurs für einen Bitcoin liegt derzeit bei rund 950,- Euro.

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