Wozu dient ein Kassensturz?
Am Anfang jeder Vorsorgeplanung steht die Frage “Wie viel Geld brauche ich im Ruhestand"? Um genau das beantworten zu können, ist ein Kassensturz nötig.
Dafür sollte Folgendes berücksichtigt werden:
- Was sind meine derzeitigen Einnahmen?
- Wie hoch sind meine Ausgaben?
- Bestehen bis in den Ruhestand hinein Zahlungsverpflichtungen (Darlehen, Versicherungen etc.)?
- Wie viel Geld habe ich auf der hohen Kante?
- Werden vor oder zum Rentenbeginn Auszahlungen (Lebensversicherungen etc.) fällig?
- Wie hoch könnte meine Rente sein?
Welche Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge gibt es?
Die Palette an Vorsorge-Produkten und Geldanlagen ist groß. Für die betriebliche Altersvorsorge stehen derzeit fünf Anlageformen zur Verfügung, die steuerlich begünstigt werden:
- Direktversicherung
- Pensionskasse
- Pensionsfonds
- Unterstützungskasse
- Pensionszusage
Welche Wege führen zur privaten Altersvorsorge?
Neben Sach- und Immobilienwerten gehören für die private Vorsorge folgende Anlageformen zu den wichtigsten:
- Banksparpläne
- Bausparen und Erwerb einer eigenen Immobilie
- Versicherungen (vor allem Kapital-Lebensversicherungen und Rentenversicherungen)
- Bundeswertpapiere
- Aktien und Fonds (Investmentfonds, offene Immobilienfonds, AS-Fonds)
Zu den Fonds gehören auch solche, die als Riester-Rente anerkannt und mit staatlichen Zulagen gefördert werden. Sie haben außerdem steuerliche Vorteile.
Wer hilft beim Vorsorgeplan?
Gesetzliche Rente, betriebliche und private Vorsorge - das sind die Bestandteile, die zum persönlichen Vorsorgeplan gehören. Sprechen Sie also mit Ihrem Arbeitgeber über die Möglichkeiten einer betrieblichen Rente. Reden Sie mit Ihrer Bank, Ihrer Versicherung oder Ihrem Versicherungsmakler und lassen Sie sich auf Grundlage Ihrer angenommenen Versorgungslücke einen individuellen Vorsorgeplan erstellen. Bei der Vorsorgeplanung durch eine Bank, sollten Sie unbedingt auch nach den jeweiligen Gebühren fragen. Die werden zuweilen verschwiegen. Prüfen Sie die Angebote, die Sie erhalten, oder noch besser: Lassen Sie sie von einem Fachmann oder einem staatlich geprüften Versicherungsberater unter die Lupe nehmen. Das kostet zwar ein, zwei Stunden Berater-Honorar, ist aber in der Regel gut angelegtes Geld. Immerhin geht es um Ihre Zukunft und um langfristig hohe Summen.
Gibt es Kriterien für die Auswahl der Vorsorgeprodukte bzw. Geldanlagen?
Experten raten immer wieder, Geldanlage und Versicherungen voneinander zu trennen. Das stimmt oft, aber nicht immer. Für die Geldanlage gilt grundsätzlich: Je länger die Laufzeit, desto höher die Rendite und geringer das Risiko. Und je höher das Risiko, desto höher die Rendite - aber auch die Verluste. Bei allem bleibt festzustellen: keine Regel ohne Ausnahme. Am Besten setzen Sie nicht alles nur auf ein Pferd, sondern splitten Ihre Geldanlage.



