Währungsreform
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Währungsreform

Bild: Foto: Roman Eisele, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Neuordnung des Geldwesens eines Landes ist eine Währungsreform. Die Euro-Einführung war keine Währungsreform, sondern eine -umstellung. Mehr dazu hier.

Bei einer völligen Neuordnung des Geldwesens eines Landes spricht man von einer Währungsreform. Die Notwendigkeit dieser Währungsreform ergibt sich aus einer zurückgestauten Inflation und dient dem Zweck, den überhöhten Bestand an Geldmitteln in der Volkswirtschaft abzuschöpfen.

Die deutsche Währungsreform 1923 wurde durch die Finanzierung der Kriegsführung und der Bekämpfung der Kriegsfolgen des Ersten Weltkriegs sowie sozialer und politischer Krisen nötig, da der Wert der Mark auf ein Billionstel ihres Nennwertes gesunken war. Die Währungsreform wurde mit der Schaffung der Rentenmark durchgeführt.

Auch 1948, also nach dem Zweiten Weltkrieg, beendete die Währungsreform in den drei westlichen Besatzungszonen in Deutschland eine zurückgestaute Inflation. Verantwortlich hierfür waren die Kriegs- und Rüstungsfinanzierung, Preis- und Lohnstopp sowie die vollständige Devisenbewirtschaftung durch das NS-Regime. Nun also wurden die Guthaben in Reichsmark im Verhältnis 100:6,5 auf DM umgestellt und die Schulden im Verhältnis 10:1 umgerechnet.

Die Schaffung der deutschen Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion von 1990 stellte für die DDR eine Währungsreform, für die Bundesrepublik eine Erweiterung des Währungsgebietes dar (Währungsunion). Übrigens. Die Einführung des Euro im Rahmen der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion war keine Währungsreform, sondern eine Währungsumstellung.

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