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Risiken mit Gewinnchance
In der Regel wird dann ein Risiko eingegangen, wenn vermutet wird, dass der positive Ausgang mit einer Gewinnchance einhergeht. Das kann tatsächlich im Alltag geschehen, wie das Beispiel mit dem Jobwechsel beweist. Und auch andere, mit Risiken behaftete Entscheidungen sind so aufgebaut:
Grundsätzlich dürfen Rücksichtslosigkeit und das Hals-über-Kopf in Risiken stürzen gerade hinsichtlich der Partnerwahl nicht überschätzt werden. Denn wenngleich die meisten in einem Partner einen mutigen Helden wünschen, der im Ernstfall eingreifen kann, so ist eher das selbstlose Risikoverhalten im Zentrum. Extremsportler wie Baumgartner und Co. mögen zwar von allen Seiten bewundert werden, doch gilt eher derjenige als attraktiv und anziehend, der in ein brennendes Haus stürmt, um ein Baby zu retten. Das Suchen von Risiken dem Zweck wegen steht also dem Eingehen von Risiken eines bestimmten – selbstlosen – Grundes wegen hinten an.
Risiken für den Kick
Auf der anderen Seite sind Risiken ein perfekter Energiegeber. Wer sich einmal an einem Gummiseil beim Bungee-Jumping in die Tiefe stürzte, am Free Climbing versuchte oder andere waghalsige Manöver durchlebte, der weiß, wie grandios sich das anfühlt. Hier kommt auch alles zusammen. Das Adrenalin, übrigens das Überlebenshormon des Körpers, durchströmt jede Faser und am Ende folgt einfach ein absolutes Hoch. Kein Wunder, denn wer das Risiko überlebt, der schwebt quasi auf der Hormonwelle wie bei der Einnahme von Drogen. Und genau dies erklärt auch, warum der Kick des Risikos zu Krankheiten führen kann. Das beste Beispiel ist das Glücksspiel und die Spielsucht:
Dieses Prinzip lässt sich übrigens auf viele Bereiche ausweiten. Es gibt so einige Menschen, denen ein damaliger Kick nicht mehr reicht. Das ist teilweise bei Extremsportlern zu beobachten, denen das gestern noch Unglaubliche morgen schon nicht mehr genügt. Ab einem Punkt wird die Suche nach dem Kick krankhaft. Und spätestens ab diesem Zeitpunkt klappt es auch nicht mehr mit den Freunden oder Beziehungen. Sie wenden sich ab, weil sich alles nur noch um den Kick dreht. Tragisch, denn dem Betroffenen verbleibt nun häufig nur noch die Suche nach dem Kick und er kommt nicht mehr aus dem Strudel raus.
Sind Risiken gut oder schlecht für Menschen?
Ohne Risiken gebe es nur Stillstand und niemand würde für sich selbst vorankommen. Letztendlich kommt es immer auf das gesunde Maß an. Einige Beispiele:
Zusätzlich gilt natürlich, dass jeder Mensch anders ist und jeder für sich die Risikobereitschaft anders einstuft. Im Alter werden Menschen häufig weniger risikofreudig. Auch das hat mit der Evolution zu tun. Wer bereits eine Familie hat, stuft diese höher ein als den Kick.

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Fazit - nichts ist ohne Risiko
Ganz ohne Risiko wäre das Leben langweilig und von Stillstand geprägt. Risiken sind schon notwendig für die eigene Charakterentwicklung, doch wer Vorankommen will, muss sie eingehen. Dennoch kann die Bereitschaft zum Risiko auch krankhafte Züge einnehmen. Wie immer gilt, dass jeder für sich eine gesunde Mitte finden muss.




