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Nachhaltige Mode im Internet
Die zahlreichen Vorteile des Onlineshoppings sind bekannt – die hohen Kundenzahlen der virtuellen Geschäftswelt bestätigen die Beliebtheit dieser Einkaufsvariante. Zu den größten Pluspunkten zählt die breitgefächerte, riesige Auswahl. Während sich Offline-Läden in der Regel auf wenige Marken beschränken, treffen wir in Onlineshops auf endlose Vielfalt. Im Internet ist es daher denkbar einfach, nachhaltige Produkte ausfindig zu machen. Es gibt beispielsweise erstklassige Angebote an nachhaltigen Klamotten und zahlreiche Schuhmarken aus Bio- oder veganen Materialien stehen bereit. Es gibt zwar auch immer mehr Ladengeschäfte, die sich auf Fair Trade Mode und Co. spezialisieren, jedoch kann deren Produktpalette mit Onlineshops nicht mithalten.
Phänomen Fast Fashion
Ein großes Problem für Nachhaltigkeit und Umwelt ist das Phänomen der Fast Fashion, die bei Umweltschützern seit langem in der Kritik steht. Dahinter steht vor allem eins: Schnell und billig so viel Kleidung wie möglich zu produzieren und auf den Markt zu werfen. Dies führt zu einer zunehmend schlechteren Qualität. In kürzester Zeit geraten die Produkte aus der Form oder kleine Löcher verunstalten die Kleidungsstücke. Sie landen rasch im Abfalleimer oder in der Altkleidersammlung.
Was vielen Menschen nicht bewusst ist: Zum Beispiel die Deutsche Kleiderstiftung kann nur 18 Prozent der gespendeten Garderobe wiederverwenden. D.h., der größte Anteil wird der Verbrennung zugeführt. Hauptgrund für die Unbrauchbarkeit der Kleidungsstücke im Altkleidersektor ist die mangelhafte Qualität von billiger Ware. Deren Produktion führt außerdem zu sozialer Ausbeutung der Beschäftigten sowie zu einer hohen Umweltbelastung.

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Viele gute Gründe für nachhaltige Mode
Beim Einkauf von Produkten, gleich, ob es sich um Kleidung oder andere Waren jeder Art handelt, sollte das Augenmerk stets auf Nachhaltigkeit liegen. Zu den Hauptgründen dafür zählen:
Fast Fashion vs. nachhaltige Labels in der Modewelt
Negative Aspekte der Fast Fashion
Das Ziel der Fast Fashion Labels ist, möglichst viel zu verkaufen. Dabei spielt weder der soziale Aspekt noch die Umwelt für die Produzenten eine Rolle. Es zählt allein, günstige Ware in kürzester Zeit herzustellen. Vor diesem Hintergrund entstand die Bezeichnung Fast Fashion, in Deutschland als schnelllebige Mode bekannt. Teilweise werden bis zu 24 Kollektionen in einem Jahr hervorgebracht. Diese müssen nicht nur in rasanter Geschwindigkeit produziert, sondern auch baldmöglichst verkauft werden, um Platz für den jeweiligen Nachschub zu schaffen.
Damit die Kleidungsstücke kaum nach ihrer Ankunft wieder aus dem Lager oder vom Verkaufstisch verschwinden, stehen sie zu Tiefstpreisen im Angebot, Hinzu kommen zusätzliche Rabatte und Sonderaktionen, die potentielle Käufer noch mehr anlocken. Die Produzenten können sich selbstverständlich diese Billigschnäppchen nur leisten, wenn die Herstellungskosten gleichfalls äußerst niedrig sind. Hochwertige Qualität ist damit ausgeschlossen. Dies führt dazu, dass wir regelmäßig neue Kleidung kaufen müssen, da die extrem günstige Ware deutlich schneller kaputtgeht.

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Positive Aspekte der Slow Fashion
Die sogenannte Slow Fashion stellt quasi das Gegenteil der vorbezeichneten Variante dar. Umwelt und der Mensch stehen im Fokus, die gesamte Kleidungsproduktion präsentiert sich im Verhältnis deutlich langsamer. Namhafte Hersteller und Designer, die Wert auf Nachhaltigkeit legen, bringen in der Regel ein bis zwei Kollektionen jährlich auf den Markt. Das Augenmerk liegt darüber hinaus häufig weniger auf dem neusten Trend als vielmehr auf langlebigen, zeitlosen sowie klassischen Produkten. Natürlich möchten auch sie ihre Kleidungsstücke erfolgreich verkaufen, im Mittelpunkt steht jedoch „nachhaltige Klasse anstatt kurzlebige Masse“. Dies bringen sie wie folgt zum Ausdruck:
Siegel als Zeichen für nachhaltige Mode
Nachhaltige Kleidungsstücke lassen sich an bestimmten Siegeln erkennen, darunter Slow- und Fair-Fashion, sowie Bio-, Eco- und Grüne Mode. Sie unterliegen verschiedenen Kriterien, die sich wie folgt darstellen.
Bio-Rohstoffe
Naturrohstoffe sind 100-prozentig biologisch abbaubar. Es kommen weder Pestizide noch genmanipuliertes Saatgut zum Einsatz. Auch das Züchten von Monokulturen ist ausgeschlossen.
Ressourcenschonung in der Produktion
Je mehr Ressourcen eingespart werden und somit deren Ausbeutung nicht erfolgt, desto nachhaltiger ist die Herstellung. Dies beinhaltet den geringstmöglichen Verbrauch von Energien, Wasser sowie Erdöl. Darüber hinaus steht der bevorzugte Einsatz schnell nachwachsender Rohstoffe auf dem Programm.
Umweltschonung
Zur Anwendung kommen natürliche und umweltfreundliche Färbeverfahren. Weiterhin werden zum Beispiel spezielle Drucktechniken in Handarbeit ausgeführt.
Faire, soziale Arbeitsbedingungen
Vom Bauern bis zu den Beschäftigten in der Produktion, sie arbeiten unter fairen und sozialen Bedingungen. Außerdem wird Kinderarbeit verhindert.
Tierschutz
Generell ist Tierleid für die Kleidungsherstellung ausgeschlossen. D.h., entweder sind die genutzten Materialien vegan oder sie stammen aus streng kontrollierter, biologischer Tierhaltung. Ausschließlich Nebenprodukte, wofür kein Tier getötet werden muss, werden zur Weiterverwendung herangezogen.
Kurze Transportwege
Es wird überwiegend lokal produziert, zudem kommen vermehrt CO2-sparende Transportmittel zum Einsatz.
Nachhaltige Verpackungen
Entweder ist die Verpackung gänzlich plastikfrei oder sie wird aus recycelten bzw. recycelbaren Materialien hergestellt.




