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Warum Kuscheln so gut tut – und wichtig ist
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Leben & Lifestyle

Warum Kuscheln so gut tut – und wichtig ist

Was aber macht das Kuscheln so angenehm? Einen Teil dieses Wohlgefühls lösen ganz spezielle Nervenfasern in unserer Haut aus, die nur auf langsame, sanfte Berührungen anspringen. Ihre Signale schicken diese Nerven aber nicht an den bewussten Teil unseres Gehirns, sondern direkt an unser Gefühlszentrum – und das löst…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Leben & Lifestyle
Artikelbild

odapix sodapix / thinkstock

Von den eigenen Nerven getäuscht

Was aber macht das Kuscheln so angenehm? Einen Teil dieses Wohlgefühls lösen ganz spezielle Nervenfasern in unserer Haut aus, die nur auf langsame, sanfte Berührungen anspringen. Ihre Signale schicken diese Nerven aber nicht an den bewussten Teil unseres Gehirns, sondern direkt an unser Gefühlszentrum – und das löst diesen unmittelbaren, positiven Effekt des Streichelns aus.

Verblüffend auch: Diese speziellen Nerven in unserer Haut sorgen dafür, dass wir die Haut eines anderen als besonders weich empfinden, selbst wenn das Objekt betrachtet gar nicht der Fall ist. Unsere eigenen Sinne täuschen uns demnach, damit wir das Kuscheln als noch angenehmer empfinden. "Das fanden wir besonders spannend an dieser Illusion", erzählt die Forscherin Antje Gentsch vom University College London. "Sie wirkt am stärksten, wenn die Berührung absichtlich ist und den optimalen Bedingungen für emotionale Berührungen entspricht."

Mit dem "Kuschelhormon" geflutet

Doch das ist noch nicht alles. Das Kuscheln setzt auch einen hormonellen Glücklichmacher frei, das Oxytocin. Dieser Botenstoff löst einerseits Wohlgefühl aus und nimmt uns andererseits Ängste und Misstrauen. Das kann sogar so weit gehen, dass wir nach einer ausführlichen Runde des Kuschelns beispielsweise den wütenden Hund unseres Nachbarn glatt übersehen. Denn das Kuschelhormon macht uns zwar empfänglicher für positive soziale Signale, hemmt aber gleichzeitig unsere Wahrnehmung potenziell bedrohlicher Reize – es verpasst uns damit sozusagen eine Rosa Brille.

Übrigens setzt nicht nur das Kuscheln mit einem Menschen bei uns das Kuschelhormon frei – auch der liebevolle Kontakt mit unserem Hund oder einem anderen Haustier bewirkt dies. Beim Hund reicht dafür sogar schon der intensive gegenseitige Blick in die Augen aus, um bei beiden – Mensch und Tier – die Oxytocinwerte zu erhöhen.

Artikelbild

John Howards / thinkstock

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