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Warum schwarze Tiere seltener adoptiert werden
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

Warum schwarze Tiere seltener adoptiert werden

Schwarze Katzen als Hexenbegleiter und böse Pechbringer: Es rankt sich allerhand unheilvoller Aberglaube um die schwarzen Vierbeiner. So soll zum Beispiel eine schwarze Katze, die unseren Weg von links kreuzt, besonders viel Pech bringen. Obwohl man es im 21. Jahrhundert nicht so recht denken mag, ist Aberglaube…
Veröffentlicht
13. Januar 2023
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
Schwarze Katze auf Holzleiter

© freemixer, GettyImages

Schwarze Katzen als Hexenbegleiter und böse Pechbringer: Es rankt sich allerhand unheilvoller Aberglaube um die schwarzen Vierbeiner. So soll zum Beispiel eine schwarze Katze, die unseren Weg von links kreuzt, besonders viel Pech bringen. Obwohl man es im 21. Jahrhundert nicht so recht denken mag, ist Aberglaube tatsächlich einer der Hauptgründe, warum schwarze Katzen im Tierheim so schwer zu vermitteln sind. Welche Gründe gibt es noch? Und woher stammt die angstvolle Abneigung gegen die dunklen Stubentiger?

Schwarze Katzen als Hexenverbündete

In einer Umfrage des Deutschen Tierschutzbunds aus dem Jahr 2020 gaben 48 Prozent der befragten Tierheime an, dass sich schwarze Katzen schwerer vermitteln lassen als andersfarbige Tiere. Bei schwarzen Hunden stimmen sogar 55 Prozent dieser Aussage zu. Aber warum? Der Tierschutzbund hat mögliche Antworten aus Sicht der Tierheime gesammelt. Etwa die Hälfte von ihnen hat den Eindruck, dass sich schwarze Katzen aufgrund von abergläubischen Vorstellungen schwerer vermitteln lassen. Bei Hunden denken das 37 Prozent der befragten Tierheim-Mitarbeitenden.

Der Aberglaube, dass schwarze Katzen Unglück bringen, hält sich in Europa schon seit dem Mittelalter. Damals kamen zwei Faktoren zusammen: die Angst vor der Farbe Schwarz als Farbe des Teufels und die Angst vor Katzen generell. Denn viele Menschen glaubten, dass Hexen sich in Katzen verwandeln können, was auch die Vierbeiner in die Nähe dunkler Magie rückte. Der Franziskanermönch Berthold von Regensburg predigte sogar, dass der Atem der Katze die Pest verbreiten würde. Aufgrund dieser haltlosen Vorurteile kam es durchaus vor, dass auch schwarze Katzen auf dem Scheiterhaufen landeten.

Auch schwarze Hunde werden wegen ihrer dunklen Fellfarbe in die Nähe von Teufel und Horror gerückt. Populäre Bücher und Filme nähren dieses Narrativ auch heute noch. So hat etwa der „Grim“ in Harry Potter schwarzes Fell. „Und auch bei Sherlock Holmes spielt der schwarze ‚Höllenhund‘ mit den roten Augen eine Rolle“, schreibt der Tierschutzbund.

Schwarze Hundewelpen iin einem Käfig

© GeorgePeters, GettyImages

Schwarze Hunde sind angeblich aggressiv

Ein weiteres zentrales Problem bei der Vermittlung schwarzer Hunde ist die Angst vor ihnen. Denn Vierbeiner mit dunklem Fell erscheinen schnell bedrohlicher und möglicherweise auch aggressiver. Auch in den Tierheimen wird dies als möglicher Grund für die schlechtere Vermittlung schwarzer Hunde angenommen. Demnach fürchten sich viele potenzielle Hundebesitzer vor Hunden mit schwarzer Fellfarbe und meiden sie deshalb. Das deckt sich mit einer Studie der Penn State University, in der die Studienteilnehmer Tiere mit dunklem Fell als aggressiver und gefährlicher einordneten als solche mit hellerem Fell.

„Dabei sagt die Farbe des Fells natürlich überhaupt nichts über den Charakter des Tieres aus“, schreibt der Tierschutzbund. Er appelliert: „Macht Schluss mit den Vorurteilen, räumt auf mit dem Aberglauben! Schwarze Tiere sind genauso wunderschön, verspielt, verschmust, süß, witzig und elegant wie ihre Artgenossen und sie bringen genauso viel Glück und Liebe in unser Leben!“

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