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Was bringen Ernährungs-Apps?
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Digital

Was bringen Ernährungs-Apps?

Um dies zu ändern, haben Karoline Villinger von der Universität Konstanz und ihre Kollegen die Wirkung von Ernährungs-Apps nun genauer unter die Lupe genommen. Dafür werteten sie 41 Studien aus, die den Nutzen mobiler Anwendungen gegen Übergewicht untersucht hatten. Insgesamt hatten an diesen Untersuchungen 6.300…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Digital
Artikelbild

iStock.com, DragonImages

Um dies zu ändern, haben Karoline Villinger von der Universität Konstanz und ihre Kollegen die Wirkung von Ernährungs-Apps nun genauer unter die Lupe genommen. Dafür werteten sie 41 Studien aus, die den Nutzen mobiler Anwendungen gegen Übergewicht untersucht hatten. Insgesamt hatten an diesen Untersuchungen 6.300 Männer und Frauen im Alter zwischen 14 und 68 Jahren teilgenommen.

Hilfreich für Kranke und Gesunde

Bei ihren Auswertungen konzentrierten sich die Forscher nicht nur auf die Frage, ob Nutzer der rund 30 unterschiedlichen Apps besser abnahmen. Sie untersuchten auch den Einfluss auf das allgemeine Ernährungsverhalten und körperliche Gesundheitsindikatoren wie Cholesterinwerte. Die Ergebnisse offenbarten: Tatsächlich scheinen die digitalen Helfer eine positive Wirkung zu entfalten.

"Es hat sich gezeigt, dass App-basierte mobile Interventionen effektiv sind, sowohl um Ernährungsverhalten zu verändern, als auch um Gewicht zu reduzieren und ernährungsbezogene Gesundheitsparameter zu verbessern", berichtet das Wissenschaftlerteam. Dabei waren die Apps sowohl bei Patienten mit zum Beispiel Adipositas als auch bei gesunden Nutzern wirksam - sie eignen sich nach Ansicht der Forscher daher für eine breite Gesundheitsförderung in ganz unterschiedlichen Zielgruppen.

Interessant auch: Der positive Einfluss der Ernährungs-Apps zeigte sich unabhängig davon, ob die Studienteilnehmer zusätzlich noch weitere Unterstützung erhielten, um ihre Ernährung umzustellen und abzunehmen. Gerade dieser Befund unterstreiche das Potenzial der Apps, erklären Villinger und ihre Kollegen.

Artikelbild

unsplash.com, Eaters Collective

Potenzial noch nicht ausgeschöpft

Die Wissenschaftler sahen sich für ihre Untersuchung auch die von den Apps genutzten Strategien zur Verhaltensänderung ihrer User an. Das Ergebnis: Obwohl das optische Erscheinungsbild der Anwendungen durchaus unterschiedlich ist, nutzen diese im Wesentlichen nur vier Strategien: Ziele setzen, Feedback geben, soziale Unterstützung bereitstellen und Wissen vermitteln.

Nach Ansicht des Forscherteams zeichnet sich damit ab: Mobile Interventionen in Form von Apps haben ein großes Potenzial, die Möglichkeiten der mobilen Technologie sind in diesem Zusammenhang aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Zukünftige Entwicklungen könnten den Wissenschaftlern zufolge etwa noch dynamischer und interaktiver sein.

Globales Gesundheitsproblem

Sinnvoll eingesetzt, scheinen Ernährungs-Apps in jedem Fall gute Dienste im Kampf gegen die globale Epidemie der überflüssigen Pfunde leisten zu können. Weltweit sind inzwischen rund zwei Milliarden Menschen übergewichtig oder adipös. Wie Villinger und ihre Kollegen betonen, ist dies nicht nur mit körperlichen und psychischen Gesundheitsfolgen verbunden, sondern auch mit enormen Kosten. Übergewicht gilt daher als eines der größten Gesundheitsprobleme unserer Zeit.

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