Wie an jedem jüdischen Festtag gibt es zu Chanukka spezielle Speisen, es wird ausgiebig gegessen. Vor allem müssen in Öl gebratene Speisen auf den Tisch kommen, die an das Öl erinnern, das damals im Jerusalemer Tempel gefunden wurde und für acht Tage reichte. Besonders beliebt sind Krapfen (Sufganiot) und Latkes. Auf ein anderes Ereignis aus jenen Zeiten beziehen sich die Käsegerichte. Sie werden zur Erinnerung an die Heldentat der schönen Judith genossen, die von Holofernes, dem Feldhauptmann Nebukadnezars, begehrt wurde. Angeblich setzte Judith Holofernes gesalzenen Käse vor, und nachdem dieser seinen Durst mit vielen Bechern Wein gestillt hatte, schlief er ein. Daraufhin schlug Judith Holofernes den Kopf ab und brachte ihn nach Jerusalem. Dort zeigte sie ihn den Soldaten des Holofernes, die voller Grauen das Weite suchten.

Bild: Foto: Friedrich Gerstäcker (1816-1872), Public domain, via Wikimedia Commons
Mehr aus Leben & Lifestyle
Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.
Alle Leben & Lifestyle-Artikel
Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren
2. November 2026Warum klingen Instrumente aus der Vorkriegszeit anders als neu gebaute Modelle? Die Antworten liegen in der komplexen physikalischen und chemischen Alterung von Holz, Leimen und Lacken über Jahrzehnte.

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur
31. Oktober 2026Von den chinesischen Penjing-Landschaften über den Zen-Buddhismus bis zur weltweiten Verbreitung: Die Geschichte der Bonsai-Kultur ist mehr als ein Dekorationstrend. Sie verbindet jahrhundertealte Philosophie mit…

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert
27. Oktober 2026Kaum ein Verfahren ist so von Klischees umgeben wie die Hypnose. Bühnenshows, in denen Freiwillige wie ferngesteuert Hühner imitieren, prägen bis heute das Bild. Mit der Arbeit in einer Praxis hat das wenig zu tun. Dort…
Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz
20. Oktober 2026Eine Studie in PLOS Biology zeigt, wie ein Inositol-sensitiver Rezeptor bei einer Hefe die Nährstoffnutzung steuert – selbst bei Glukose-Überschuss. Die Entdeckung verbindet Stoffwechsel und Virulenz.