Wie erstellt man Literaturverzeichnisse?
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Wie erstellt man Literaturverzeichnisse?

Bild: Foto: Roman Eisele, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Das Literaturverzeichnis gehört an den Schluss jeder wissenschaftlichen Arbeit. Hier wird die zitierte und gelesene Literatur der Arbeit alphabetisch nach dem Nachnamen der Autoren geordnet. Institutionen als Herausgeber werden wie Verfasser ebenso alphabetisch aufgeführt.

Das Literaturverzeichnis gehört an den Schluss jeder wissenschaftlichen Arbeit. Hier wird die zitierte und gelesene Literatur der Arbeit alphabetisch nach dem Nachnamen der Autoren geordnet. Institutionen als Herausgeber werden wie Verfasser ebenso alphabetisch aufgeführt.

Gliederung des Literaturverzeichnisses

Bei umfangreichen Arbeiten (etwa ab 200 Seiten) kann ein Literaturverzeichnis gegliedert werden nach

  • Sachgesichtspunkten (z.B. nach Kapiteln/Themengebieten),
  • nach der Art der verwendeten Literatur (Handbücher, Lexika, Bücher, Zeitschriftenaufsätze)
  • nach Primär- und Sekundärliteratur.

Auch hier gilt die alphabetische Reihung. Sie sollten aber bei der Gliederung Ihres Literaturverzeichnisses bedenken, dass ein Leser, der kein Experte ist und eine bestimmte Literatur sucht, dann eventuell nicht in allen Verzeichnissen sucht und deshalb nicht fündig wird.

Bücher im Literaturverzeichnis

Eine ausführliche Quellenangabe enthält folgende Komponenten:

  • Name und Vorname des/der Verfassers/in bzw. des/der Herausgebers/in,
  • Titel und Untertitel des Werkes,
  • Angaben über Mitherausgeber oder Übersetzer,
  • die Auflage (wenn es nicht die erste ist),
  • Erscheinungsort und Erscheinungsjahr,
  • Reihentitel und gegebenenfalls den Verlag,
  • bei mehrbändigen Werken die Anzahl der Bände und Herausgeber, Jahr und Ort, wenn diese Angaben nicht bei allen Bänden dieser Reihe gleich sind.

Das Literaturverzeichnis wird in der Weise erstellt, in der auch zitiert wurde, d.h. entweder in einer der vielen möglichen herkömmlichen Weisen oder in der amerikanischen Zitierweise.

1. Beispiel:

Beckenbach, Frank (Hrsg.): Die ökologische Herausforderung für die ökonomische Theorie, Marburg: 1991

2.Beispiel:

Beckenbach, Frank (Hrsg.): Die ökologische Herausforderung für die ökonomische Theorie, Marburg 1991

3. Beispiel:

Statistisches Bundesamt (1990): Familien heute. Strukturen, Verläufe und Einstellungen. 1. Aufl., Wiesbaden.

Sammelbände werden mit dem Nachnamen des ersten Herausgebers zitiert. Die Reihenfolge der Herausgeber richtet sich nach den Angaben auf der Titelseite des Werkes. Bei mehr als drei Herausgebern werden alle weiteren unter dem Kürzel u.a. (und andere) zusammengefasst.

Werden mehrere Werke eines Autors/einer Autorin bearbeitet, erfolgt die Nennung der Literatur (fortlaufend alphabetisch) nach Erscheinungsdatum. Haben die Werke eines Autors/einer Autorin zudem das gleiche Erscheinungsjahr, werden diese mit 1991, 1992a, 1992b, 1993 ... wiedergegeben und in dieser Reihenfolge gegliedert.

Sollten Erscheinungsjahr bzw. Erscheinungsort nicht auszumachen sein, schreiben Sie an der entsprechenden Stelle o.J. (ohne Jahr) bzw. o.O. (ohne Ort).
Ist der Verfasser/die Verfasserin unbekannt, wird er/sie am Ende des Literaturverzeichnisses aufgeführt - oder unter Anon. (= Anonymus, d.h. Autor unbekannt) am Anfang (häufig bei Quellen in den philologischen Fächern).

Aufsätze in Büchern

Möchten Sie einzelne Aufsätze aus Büchern zitieren, geben Sie den Namen des/der Autors/in, den Titel des Aufsatzes und die erste und letzte Seite im Buch an.

Beispiel:

Schefold, Bertram: "Ökologische Probleme als eine Herausforderung für die klassische und keynesianische Ökonomie." In: Beckenbach, Frank (Hrsg.): Die ökologische Herausforderung für die ökonomische Theorie. Marburg 1991, Seite 159-188

Aufsätze in Zeitschriften

Bei Aufsätzen in Zeitschriften werden neben den üblichen Angaben auch angegeben:

  • Titel der Zeitschrift,
  • Jahrgang,
  • Erscheinungsjahr,
  • erste und letzte Seite des Artikels.

Beispiel:

Bellers, Jürgen: "Politikwissenschaft in Deutschland. Ihre Geschichte, Bedeutung und Wirkung." In: Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur Wochenzeitung "Das Parlament" vom 21.12.1990, B 52-53, 1990, Seite 14 - 27

Dementsprechend verfährt man bei der amerikanischen Zitierweise, allerdings erfolgt die Jahreszahlangabe in Klammern hinter dem/der Verfasser/in.

Insgesamt aber ist zu beachten: In jedem Fach gibt es unterschiedliche Konventionen, was die korrekte Form von Literaturhinweisen angeht - und auch innerhalb eines Faches schwanken die Gepflogenheiten oft von Hochschule zu Hochschule oder sogar von Lehrstuhl zu Lehrstuhl. (Beispiele: Doppelpunkt oder Komma zwischen Autorenname und Titel; Komma oder Punkt nach dem Titel; Angabe der Auflagenzählung ausgeschrieben oder als hochgestellte Ziffer; unselbständige Schriften, also Beiträge in Sammelbänden oder Zeitschriften, in Anführungszeichen oder nicht - etc.) Vor Verfassen eines Literaturverzeichnisses sollte man daher klären, welche Form gewünscht wird.

Teste dein Wissen!

Aufgaben

1) Wo steht das Literaturverzeichnis in einer wissenschaftlichen Arbeit?

2) Was müssen Quellenangaben unbedingt enthalten?

3) Was schreiben Sie, wenn Sie mehr als drei Herausgeber bei einem Werk haben?

4) Wie werden die Literaturverzeichnisse geordnet?

Antworten

1) Am Ende einer Arbeit steht das Literaturverzeichnis.

2) Quellenangaben enthalten in jedem Fall Name des Autors, Titel des Werkes, Erscheinungsjahr und Ort.

3) Die Abkürzung u.a. benutzen Sie, wenn Sie ein Werk mit mehr als drei Herausgebern anführen.

4) Literaturverzeichnisse werden nach dem Nachnamen der Autoren alphabetisch geordnet.

Bibliografie

K. Bünting u.a.: Schreiben im Studium. Ein Trainingsprogramm, Berlin 1996

H. Knauf, F. Schmithals: Tutorenhandbuch, Neuwied 2000

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