Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Leben & Lifestyle/Artikel
Wie Freundschaften uns beeinflussen
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

Wie Freundschaften uns beeinflussen

Egal ob Sandkastenfreunde, beste Freunde aus Schultagen oder Zufallsbegegnungen, aus denen eine enge Freundschaft entstanden ist: Freundschaften unterscheiden sich von familiären Beziehungen vor allem darin, dass wir sie uns selbst aussuchen. Und genau diese freiwillige Nähe macht sie so besonders. Sie sorgt dafür,…
Veröffentlicht
30. Juli 2025
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle
Fünf Freunde genießen einen Tag am See

© jacoblund, iStock

Egal ob Sandkastenfreunde, beste Freunde aus Schultagen oder Zufallsbegegnungen, aus denen eine enge Freundschaft entstanden ist: Freundschaften unterscheiden sich von familiären Beziehungen vor allem darin, dass wir sie uns selbst aussuchen. Und genau diese freiwillige Nähe macht sie so besonders. Sie sorgt dafür, dass unsere Freunde uns nicht nur durchs Leben begleiten, sondern auch prägen, wie wir denken, fühlen und handeln.

Besseres emotionales Wohlbefinden

Freundschaften wirken sich zum Beispiel positiv auf unser emotionales Wohlbefinden aus, wie mehrere Studien belegen. Besonders die Qualität unserer Freundschaften und die Unterstützung, die wir durch sie erfahren, tragen dazu bei, dass es uns gut geht. Wenn Freunde in angenehmer Atmosphäre beisammen sind und gemeinsam neue Erfahrungen sammeln, löst das eine Aufwärtsspirale aus und wir fühlen uns besser und besser.

Zeit mit Freunden fördert außerdem die Ausschüttung des Bindungshormons Oxytocin und senkt so auch unser Stresslevel. Ein höheres Wohlbefinden, ein niedrigeres Stresslevel und weniger Einsamkeit senken wiederum das Risiko, an Depressionen oder Angstzuständen zu erkranken.

Junge Erwachsene spielen eine Partie Wackel-Turm

© vgajic, iStock

Ein großer Freundeskreis gegen Übergewicht

Freundschaften verbessern auch unsere körperliche Gesundheit: Je mehr Freunde wir als Teenager haben und je besser wir sozial integriert sind, desto geringer ist unser Risiko für gesundheitliche Schäden, wie eine Studie von der University of North Carolina in Chapel Hill zeigt.

Ein großer Freundeskreis kann demnach zum Beispiel das Risiko für Übergewicht um die Hälfte reduzieren. Sind Teenager hingegen sozial isoliert, fördert das ihr Risiko für Entzündungen genauso stark wie mangelnde Bewegung. Am Anfang und Ende unseres Lebens ist der Zusammenhang zwischen Gesundheit und Größe unseres sozialen Netzwerks am stärksten. In der Lebensmitte kommt es stattdessen eher auf die Qualität statt auf die Menge unserer Freundschaften an.

Befreundete Gehirne?

Aber Freunde beeinflussen nicht nur unsere Gesundheit, sondern womöglich auch unsere Denkweise, wie ein ungewöhnliches Experiment zeigt. Darin spielten Forschende untereinander befreundeten Probanden verschiedene Videoclips vor – von Komödien über Dokumentationen und Spielfilme bis hin zu Musikvideos – und zeichneten dabei deren Hirnaktivität auf.

Das Ergebnis: Je enger die Teilnehmer miteinander befreundet waren, desto ähnlicher reagierten ihre Gehirne auf die verschiedenen Videos. Selbst wenn die Forschenden andere Einflussfaktoren herausrechneten, blieben die Übereinstimmungen erhalten. So konnten sie allein an der Hirnaktivität der Teilnehmer ablesen, wie eng sie mit einer anderen Versuchsperson befreundet waren. Es bleibt jedoch unklar, ob wir uns einfach mit Menschen anfreunden, die so ähnlich reagieren wie wir, oder ob wir unsere Reaktionen an die unserer Freunde anpassen.

Angepasste Persönlichkeit

Unsere Persönlichkeit kann ebenfalls durch unsere Freundschaften verändert werden, wie eine an der Universität Zürich durchgeführte Studie belegt. Dazu ermittelte das Forschungsteam die Persönlichkeit von 1.200 Studierenden eines Studiengangs anhand des Fünf-Faktoren-Modells. Das Modell ordnet menschliche Persönlichkeiten auf fünf Skalen ein: Aufgeschlossenheit, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Verträglichkeit sowie Neurotizismus.

Anschließend teilte das Forschungsteam die Studierenden in Vierergruppen ein, in denen sie ein Semester lang immer wieder interagieren mussten. Die Forschenden untersuchten dann die Persönlichkeit der Teilnehmer bis zu vier Jahre nachdem sie in den Gruppen aktiv gewesen waren. Das Ergebnis: Die Studierenden wurden gewissenhafter, offener oder wettbewerbsorientierter, wenn sie Zeit mit Kommilitonen verbrachten, die diese Eigenschaften bereits besaßen. Die Forschenden fanden jedoch keine signifikanten Veränderungen in Bezug auf Extraversion, Verträglichkeit oder Neurotizismus.

Wer in die richtigen Freundschaften investiert, investiert also nicht nur in enge Bindungen, sondern auch in die eigene Gesundheit und Entwicklung. Wählt daher weise!

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
DIY-Autopilot: Hobbyisten rüsten Privatfahrzeuge mit selbstfahrenden Systemen nach
Leben & Lifestyle

DIY-Autopilot: Hobbyisten rüsten Privatfahrzeuge mit selbstfahrenden Systemen nach

30. September 2026

Eine wachsende Untergrund-Bewegung baut Open-Source-Fahrassistenzsysteme in normale Autos ein. Die Praxis wirft drängende Fragen zu Verkehrssicherheit, Haftung und der Zukunft autonomer Technologie auf.

Reaktionssport Tischtennis: Wie schnelle Bewegungen Körper und Gehirn fordern
Leben & Lifestyle

Reaktionssport Tischtennis: Wie schnelle Bewegungen Körper und Gehirn fordern

1. April 2026

Tischtennis gilt oft als Freizeitspiel, das in Kellern, Schulhöfen oder Parks stattfindet. Gleichzeitig zählt es zu den schnellsten Rückschlagsportarten überhaupt. Der Ball kann Geschwindigkeiten von über 100 km/h…

CO₂-Bilanz beim Hausbau: Wie viel Klimaschutz steckt wirklich im Neubau?
Leben & Lifestyle

CO₂-Bilanz beim Hausbau: Wie viel Klimaschutz steckt wirklich im Neubau?

31. März 2026

Der Hausbau in Deutschland wird seit einigen Jahren von zunehmend strengen energetischen Auflagen begleitet. Seit dem Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) am 1. November 2020 gelten für Neubauten einheitliche…

Anatomie trifft Biomechanik: Warum frauenspezifische Laufschuhe vor Verletzungen schützen
Leben & Lifestyle

Anatomie trifft Biomechanik: Warum frauenspezifische Laufschuhe vor Verletzungen schützen

25. März 2026

Laufen gehört zu den beliebtesten Ausdauersportarten, um das Herz-Kreislauf-System zu stärken und den Kopf nach einem langen Arbeitstag freizubekommen. Doch bei jedem Schritt wirken Kräfte auf den Körper ein, die das…

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite