Wie Künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt verändert
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Wie Künstliche Intelligenz den Arbeitsmarkt verändert

Bild: Foto: MerveillePédia, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Nicht jeder Job bekommt die Folgen künstlicher Intelligenz gleich stark zu spüren. Besonders häufig kommt KI dort zum Einsatz, wo viel analysiert, programmiert oder übersetzt wird – also in Berufen mit komplexen Denkaufgaben und wenig direktem Kontakt zu anderen Menschen. Anders sieht es in der Pflege, im Handwerk oder in anderen Berufen aus, die körperliche Arbeit erfordern oder stark vom persönlichen Austausch leben: Hier spielt KI bislang kaum eine Rolle.

Nicht jeder Job bekommt die Folgen künstlicher Intelligenz gleich stark zu spüren. Besonders häufig kommt KI dort zum Einsatz, wo viel analysiert, programmiert oder übersetzt wird – also in Berufen mit komplexen Denkaufgaben und wenig direktem Kontakt zu anderen Menschen. Anders sieht es in der Pflege, im Handwerk oder in anderen Berufen aus, die körperliche Arbeit erfordern oder stark vom persönlichen Austausch leben: Hier spielt KI bislang kaum eine Rolle.

Doch wie genau verändert KI den Arbeitsmarkt? Um das herauszufinden, haben Forschende des Kiel Instituts für Weltwirtschaft die Entwicklung künstlicher Intelligenz von 2010 bis 2023 analysiert. Dafür wählten sie einen neue Messmethode: Statt KI pauschal als eine Technologie zu betrachten, zerlegten sie sie in einzelne Anwendungsbereiche wie Sprachverarbeitung, Bilderkennung oder Entscheidungssysteme.

Bisher kaum Einfluss auf die Gesamtzahl der Arbeitsplätze

Anschließend schauten die Forschenden, in welchen Berufen diese KI-Technologien besonders gut einsetzbar sind und schon genutzt werden. Auf dieser Grundlage analysierten sie anonymisierte Daten aus Unternehmen in Dänemark, Portugal und Schweden und untersuchten, was sich durch den Einsatz von KI tatsächlich verändert hat, zum Beispiel bei der Zahl der Jobs und bei den Anforderungen an die Beschäftigten.

Das Ergebnis der Studie: Trotz der rasanten Fortschritte hat künstliche Intelligenz bislang kaum Einfluss auf die Gesamtzahl der Arbeitsplätze. Jobs verschwinden durch die KI also nicht massenhaft, sondern sie verändern sich eher. Entscheidend ist dabei, welche Art von KI zum Einsatz kommt und um welche Art von Jobs es geht.

Qualifikationsdruck steigt durch KI

„Höhere KI-Exposition hat keinen messbaren Effekt auf die Gesamtbeschäftigung, verlangt aber systematisch nach einer Höherqualifizierung“, sagt Holger Görg vom Kiel Institut. „Routineaufgaben verschwinden, während neue Rollen entstehen, die Analyse, Kommunikation und technisches Verständnis erfordern. Vor allem wissensintensive Firmen erhöhen nach unserer Beobachtung durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz über die Zeit ihren Anteil hochqualifizierter Beschäftigter.“

KI-Anwendungen, die mit Sprache arbeiten, zum Beispiel Sprachmodelle wie ChatGPT oder Gemini, wirken sich häufig positiv auf die Beschäftigung aus. Sie übernehmen vor allem die „Papierarbeit“ und entlasten so Beschäftigte im Arbeitsalltag. Die Zahl der Einstellungen steigt, aber auch die Anforderungen an die erforderliche Qualifikation. In eher einfachen Verwaltungs- und Büroberufen kann ein größerer Teil der Aufgaben durch diese Art von KI ersetzt werden.

Weiterbildung wird umso wichtiger

Im Bereich Übersetzung und Textbearbeitung werden das Verfassen von Texten, die Dokumentation und die Informationsbeschaffung zunehmend automatisiert. Das betrifft vor allem Büro- und Verwaltungsjobs mit vielen Routinetätigkeiten. Unternehmen erledigen solche Aufgaben immer häufiger mit KI, während Beschäftigte sich stärker auf komplexere Aufgaben konzentrieren müssen.

Für Politik und Wirtschaft bedeutet das laut den Autoren: Weiterbildung und Umschulung müssen gezielter werden. „Indem wir KI in ihre Teilbereiche zerlegen, wird sichtbar, welche Technologien welche Berufe verändern – Sprach-KI die Verwaltung, visuelle KI die Technik, Entscheidungs-KI das Management“, sagt Görg. „Damit schaffen wir eine Grundlage für gezielte Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik.

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