Kinoliebling mit Musikeinlage
Multitalente vom Schlag eines Will Smith sind selbst in Hollywood eine Seltenheit. Der sympathische Amerikaner hat es nicht nur geschafft, als Rapper bereits mit 18 seine erste Million zu verdienen, er hat zusätzlich noch eine der erfolgreichsten Filmkarrieren überhaupt absolviert. Dass er dabei immer natürlich und sympathisch geblieben ist, honoriert sein Publikum gerne.
Will Smith - der Junge mit dem losen Mundwerk
Als Sohn eines Ingenieurs und einer Schulsekretärin wächst Smith mit seinen drei Geschwistern in einem typisch amerikanischen Mittelklasse-Haushalt auf. Schon als Kind fällt er durch sein loses Mundwerk auf. Die Großmutter verschafft ihm erste Auftritte bei Theateraufführungen in der Kirche und der kleine Will genießt es sichtlich, im Mittelpunkt zu stehen. Er erweist sich als guter Schüler, spielt aber auch gerne den charmanten Klassenclown, was ihm den Spitznamen ’Prince’ einbringt. Auf der Highschool sammelt er dann mit einer Schülerband Erfahrungen als Rapper und als D.J. bei Partys.
Rappen geht über Studieren
Nach dem Abschluss lehnt er ein Stipendium des Massachusetts Institute Of Technology ab und beginnt stattdessen im Duo mit dem befreundeten Jeff Townes als ’D.J. Jazzy Jeff And The Fresh Prince’ eine steile Karriere im Musikgeschäft. Die Alben ’Rock The House’, ’He’s The D.J., I’m The Rapper’, und ’Homebase’ mit dem Welthit ’Summertime’ verkaufen sich millionenfach, werden mit Grammys und American Music Awards geradezu überhäuft und machen die beiden zu Millionären. Will Smith liebt jedoch die Abwechslung und startet 1990 mit der NBC-Sitcom ’Der Prinz von Bel-Air’ erfolgreich als Schauspieler durch.
Der Durchbruch
Im Kino ist er erstmals 1992 als behinderter Junge in Marc Roccos ’Straßenkinder’ zu sehen. Trotz Kritikerlob für sein Porträt eines homosexuellen Künstlers in ’Das Leben - Ein Sechserpack’ kommt die Kinokarriere erst mit den Mainstream-Hits ’Harte Jungs’ und Roland Emmerichs ’Independence Day’ in Schwung. Als Alienjäger belegt er 1997 mit ’Men In Black’ wochenlang den ersten Platz der Kinocharts und mit dem Titelsong und seinem ersten Solo-Album ’Big Willie Style’ mischt er auch musikalisch wieder ganz oben mit. Nach den Kassenschlagern ’Der Staatsfeind Nr. 1’, ’Wild Wild West’ und seinem zweiten Solo-Album ’Willenium’ lässt er es 2000 in Robert Redfords ’Die Legende von Bagger Vance’ etwas ruhiger angehen. Ein weiteres Kapitel in Will Smiths Karrierebuch ist 2002 die Oscar-Nominierung als Bester Hauptdarsteller in Michael Manns aufwändigem Biopic ’Ali’. Das Multitalent verkörpert hier den legendären Boxer Muhammad Ali und erweist sich endgültig als ernst zu nehmender, charismatischer Schauspieler.
Filmographie



