Wintersport: Die Top 5 Trendsportarten des Winters 2014
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Wintersport: Die Top 5 Trendsportarten des Winters 2014

Bild: Foto: WS ReNu, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Wenn der erste Schnee in den Bergen lockt, dann hat auch der Wintersport Hochsaison. Viele Menschen nutzen ihren Winterurlaub, um sich einmal richtig auszutoben und fahren Ski oder probieren neue Trendsportarten aus. In diesem Jahr ganz vorne mit dabei: Kite-Snowboarden, Snow-Biking, Freestyle Skiing und die Klassiker Schlittenfahren und Schneeschuhlaufen. Welche Sportart dabei für wen geeignet ist, wie man sich am besten darauf vorbereitet und was man beachten muss, erklärt der Orthopäde und Gelenkexperte Peter Feldmann, Chefarzt am St. Vincenz-Krankenhaus des Katholischen Klinikums Essen.

Wenn der erste Schnee in den Bergen lockt, dann hat auch der Wintersport Hochsaison. Viele Menschen nutzen ihren Winterurlaub, um sich einmal richtig auszutoben und fahren Ski oder probieren neue Trendsportarten aus. In diesem Jahr ganz vorne mit dabei: Kite-Snowboarden, Snow-Biking, Freestyle Skiing und die Klassiker Schlittenfahren und Schneeschuhlaufen. Welche Sportart dabei für wen geeignet ist, wie man sich am besten darauf vorbereitet und was man beachten muss, erklärt der Orthopäde und Gelenkexperte Peter Feldmann, Chefarzt am St. Vincenz-Krankenhaus des Katholischen Klinikums Essen.

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Kite-Snowboarden: Riskante Sprünge am Drachen

Wintersport mischt sich hier mit Flugsport: Kite-Snowboarding gehört mit Sicherheit zu den spektakulärsten Trendsportarten. Die Kite Boarder lassen sich von einem Lenkdrachen über den Schnee ziehen und vollführen aufsehenerregende und bisweilen auch riskante Sprünge mit dem Snowboard. Bei ihren Sprüngen werden die Fahrer teilweise mehrere Meter in die Luft gezogen - da ist volle Körperbeherrschung gefragt.

Wer diesen Trendsport lernen und ausüben möchte, sollte daher unbedingt Vorkenntnisse in Sportarten wie etwa Kitesurfen oder auch Paragliding besitzen und ein Snowboard sicher beherrschen. Ohne einen intensiven Vorbereitungskurs und die richtige Ausrüstung sollte sich niemand aufs Brett stellen. „Kite Snowboarden ist mit Sicherheit sehr attraktiv, gehört jedoch leider auch zu den Trendsportarten mit den schwerwiegendsten Verletzungen“, warnt Feldmann. „Dazu zählen neben komplizierten Trümmerbrüchen im Knie- und Beinbereich auch Rippenbrüche und Prellungen sowie bisweilen sogar Schädelfrakturen.“

Bernd Brenter / CC BY-SA 3.0

Snow Biking: im Sitzen den Berg runter

Ist das jetzt Biken auf Kufen oder Skifahren im Sitzen? Immer häufiger rauschen auf Skipisten Fahrer mit seltsamen Gefährten die Hänge hinab. Wie ein Fahrrad ist das Snowbike mit Lenker und Sitzbank ausgestattet. Statt der Räder hat es zwei Kufen, zwei zusätzliche Kurz-Ski schnallt sich der Snowbiker unter die Füße. Die Hersteller behaupten: Jeder, der Fahrradfahren kann, kann auch Snowbiken. Einen wichtigen Unterschied gibt es aber: Das Snowbike hat keine Bremsen. Davon abgesehen ist der Umstieg recht einfach.

Doch gerade Menschen mit Rückenproblemen warnt der Bewegungsexperte Feldmann vor anfänglichem Übermut: „Die Belastungen für die Wirbelsäule sind nicht zu unterschätzen, denn auch auf holprigen Pisten muss der Snowbiker im Sattel sitzen bleiben, um sein Gefährt sicher steuern und bremsen zu können.“ Für den ungetrübten Fahrspaß empfiehlt der Arzt, bei Verleih oder Kauf des Snowbikes auf hochwertiges und vollgefedertes Material zu achten. Damit ist man nicht nur rückenschonender, sondern vor allem sicherer unterwegs. In jedem Fall sollte man beim Snowbiken einen Helm tragen.

Freestyle Ski: Nur für erfahrene Skiläufer

Buckelpisten, steile Schanzen, Artistik wie im Skatepark: das ist Freestyle Skiing. Der trendige kleine Bruder des Alpinsports zieht vor allem junge und ambitionierte Skifahrer an, die sich in eigens angelegten Fun-Parcours durch spektakuläre und kunstvolle Sprungvariationen übertreffen. Diese Variante des Skifahren eignet sich aber nur für erfahrene und trainierte Skifahrer, denn sonst sind Verletzungen vorprogrammiert. Außerdem ist es wichtig, vorher die Muskeln der Beine und Knie gut zu trainieren. Denn sie stützt die Sehnen, Bänder und Knorpel des Knies. „Bei Skifahrern ist besonders das Kniegelenk gefährdet", erklärt Feldmann.  Gerade gegenüber den Drehungen, wie sie bei den Freestyle-Techniken auftreten, ist das Knie empfindlich.

Schlittenfahren: Renaissance eines Klassikers

Schlittenfahren erlebt derzeit ein echtes Revival. Es gibt kaum einen anderen Outdoor-Spaß, der so generationenübergreifend ausgeübt wird. Denn das Schlittenfahren eignet sich für (fast) alle Altersgruppen. Dennoch gilt: Die körperliche Belastung kann je nach Schwierigkeit und Zustand der Strecke beträchtlich sein. Zwar besorgt die Schwerkraft den Schub, einmal in Fahrt werden aber Bodenunebenheiten ungefiltert an den Bewegungsapparat weitergeleitet.

Gerade ältere Menschen und Kinder sollten es deshalb sachter angehen. Eine umsichtige Fahrweise schützt mit Sicherheit am besten vor langwierigen Verletzungspausen. Kleinigkeiten bei der Ausrüstung minimieren das Risiko zusätzlich: festes, hohes Schuhwerk hilft, den Fuß beim Bremsen und Steuern zu entlasten. Ein Helm und eine Schutzbrille sollten auch zur Schlittenausrüstung gehören, ganz besonders für Kinder.

Schneeschuhlaufen: Gemächlich durch die Winterlandschaft

Wer es etwas ruhiger angehen möchte, der kann mit Schneeschuhen an den Füßen den Winterspaziergang völlig neu entdecken oder mit der richtigen Ausrüstung auch das Joggen in den Tiefschnee verlagern. Die Idee, durch große Schneeschuhe auch im weichen Schnee oben auf zu bleiben, ist über 2.000 Jahre alt. Doch die Sportart erfreut sich neuer Beliebtheit. Bereits eine Schneedecke von 15 Zentimeter ist ausreichend, nach oben gibt es keine Grenze.

Die Technik erfordert fast keine Vorkenntnisse, aber etwas Ausdauer. „Wichtig ist es, gerade bei längeren Touren den eigenen Fitnessstand richtig einzuschätzen“, rät Feldmann. "Wählen Sie am Anfang kurze Distanzen, um sich nicht zu überlasten.“ Denn das Laufen im Schnee ist trotz der großen Schneeschuhe anstrengender als das Wandern im Sommer. Noch ein Tipp des Orthopäden: Schneeschuhlaufen lässt sich auch mit Stöcken kombinieren und verteilt das Gewicht so schonender auf Arme und Beine. Ideal ist dieser Sport für Nordic Walker, die ihr Training ganzjährig durchführen wollen.

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