Aufgaben und Tätigkeiten
In den Aufgabenbereich des Wissenschaftlichen Bibliothekars fällt die Leitung großer Bibliotheken und ihrer Hauptabteilungen, die Entscheidung über den Büchererwerb, die Bearbeitung der Sachkataloge und die wissenschaftliche Auskunftstätigkeit. Neben diesen verwaltungstechnischen Aufgaben entwickelt sich der Wissenschaftliche Bibliothekar verstärkt zum Informationsspezialisten in seinen Fächern. Er unterstützt die Universitätsfakultäten und -institute mit seiner Fachkompetenz und stellt Dossiers zu Fachthemen zusammen.
Arbeitsfelder und Arbeitsmarktchancen
Wissenschaftliche Bibliothekare arbeiten in wissenschaftlichen Bibliotheken. Dazu zählen Staats- und Landesbibliotheken, Universitäts- und sonstige Hochschulbibliotheken sowie Spezialbibliotheken von Firmen, Behörden und Forschungsinstituten. Wie in der privaten Wirtschaft, hat sich auch im öffentlichen Dienst die Arbeitsmarktlage in den letzten Jahren verschlechtert.
Weiterbildungsmöglichkeiten
Der Wissenschaftliche Bibliothekar kann sich durch den Besuch von Kongressen im jeweiligen Fachgebiet über aktuelle Tendenzen informieren. Darüber hinaus ist es unerlässlich, sich über Neuerscheinungen in den jeweiligen Fachgebieten auf dem Laufenden zu halten und auch die Inhalte der Bibliotheksbesände zu kennen.
Ähnliche Berufsbilder und Synonyme
Diplom-Bibliothekar, Lektor, Archivar und Buchhändler.
Voraussetzungen und Fähigkeiten
Ein Wissenschaftlicher Bibliothekar benötigt ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium, zum Beispiel Biologie, Jura oder Geschichte.
Ausbildung
Für die Laufbahn an Wissenschaftlichen Bibliotheken bestehen Ausbildungsmöglichkeiten an den Hochschulen in Berlin, Bonn, Frankfurt am Main, Hamburg, Hannover, Köln und Stuttgart sowie an der Bayerischen Beamtenfachhochschule in München (Fachbereich Archiv- und Bibliothekswesen).
Kontakt
Verein deutscher Bibliothekare
Staats- und Universitätsbibliothek Bremen, Postfach 33 01 60, 28331 Bremen
Tel.: 0421/2183634
Fax: 0421/2182614
Verein deutscher Bibliothekare
Der Verein Deutscher Bibliothekare e.V. (VDB) wurde im Jahr 1900 gegründet und ist die älteste bibliothekarische Vereinigung in Deutschland. Heute zählt der VDB etwa 1.600 Mitglieder. Als Personalverein ist der VDB die Interessenvertretung der Angehörigen des wissenschaftlichen Bibliotheksdienstes und verfolgt berufspolitische Ziele.
Deutscher Bibliotheksverband e.V.
Straße des 17. Juni 114, 10623 Berlin
Deutscher Bibliotheksverband e.V.
Der Deutsche Bibliotheksverband hat sich eine ganze Reihe von Aufgaben und Zielen gesetzt, die am besten auf der Homepage nachgelesen werden können.



