Genau das bedeutet "Pustekuchen" ja auch: "Weniger klug"! Der Ausdruck setzt sich aus zwei jiddischen Wörtern zusammen: Puste kommt von "poschut" - das heißt "wenig". Kuchen kommt von "chochem". Das bedeutet "klug", "wissend", "gewitzt".
Jiddisch ist die Sprache, die die Juden in Deutschland und Osteuropa verwendeten. Sie vermischten dabei Wörter aus ihrer ursprünglichen Sprache, dem Hebräischen, mit der Sprache des Landes, in dem sie lebten.
Noch heute gebrauchen wir - meist ohne es zu wissen - in Sprichwörtern und Redewendungen viele Begriffe aus dem Jiddischen. Von "chochem" stammt zum Beispiel auch das deutsche Wort "ausgekocht", das so viel wie "umtriebig" oder "schlau" bedeutet.
Deshalb kann man den "Pustekuchen" leider nicht essen. Auch wenn sich derjenige, der dieses Wort zu hören bekommt, vielleicht gerade "die Finger verbrannt hat" und noch ganz schön "dran knabbern" muss ...
Buch-Tipps
Christoph Gutknecht
Pustekuchen! Lauter kulinarische Wortgeschichten
C.H.Beck September 2002
288 Seiten
9,90 €
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