Woher kommt der Name „Amerikaner“?
Leben & Lifestyle

Woher kommt der Name „Amerikaner“?

Bild: Foto: Kreuzschnabel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Esst ihr die leckeren ufo-förmigen Küchlein auch so gern? Der Name ist eine Geschichte für sich. Amerikaner stammen ebenso wenig aus Amerika wie Hamburger aus Hamburg.

Ursprünglich hießen die Amerikaner „Ammoniakaner“. Das kommt von dem Backpulver, das man früher verwendete - Ammoniumhydrogencarbonat.
Nur mit Backpulver werden die Amerikaner so schön luftig-locker. Daher der Name.

Irgendwann wollte ein Bäcker seinen Kunden den Zungenbrecher nicht mehr zumuten und taufte die Gebäckteilchen einfach um. Fortan schauten also „Amerikaner“ aus der Back-Röhre.

Amerikaner sind Super Partykuchen, weil man sie ganz einfach aus der Hand essen kann. Genauso einfach geht das Backen.

Für etwa 12 Amerikaner braucht ihr:

  • 125 g zimmerweiche Butter
  • 125 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker (oder eine Messerspitze echte Vanille)
  • 1 Prise Salz (das ist soviel wie zwischen zwei Fingerspitzen passt)
  • 2 Eier
  • 1 Esslöffel Zitronensaft
  • 270 g Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver

Für den Zitronenguss:

  • 120 g Puderzucker
  • 2-3 Esslöffel heißer Zitronensaft

Und so geht's:

  1. Heizt den Backofen auf 180 Grad vor. Legt ein Backblech mit Backpapier aus.
  2. Schneidet die Butter in kleine Stückchen und gebt sie in eine Rührschüssel. Mit der Rührmaschine cremig rühren.
  3. Unter ständigem Rühren nach und nach Zucker, Vanillezucker, Salz, Eier und Zitronensaft dazugeben. Die Masse solange verquirlen, bis sie gelb und schaumig ist.
  4. Mehl und Backpulver einrühren. (Der Teig wird am feinsten, wenn ihr das Mehl vorher siebt.) Der Teig sollte ziemlich fest sein. Je nach Größe der Eier müsst ihr vielleicht noch ein löffelweise ein wenig Mehl dazu geben.
  5. Setzt mit dem Esslöffel Kleckse von etwa 5 Zentimeter Durchmesser auf das Backpapier. Durch das Backpulver wachsen die Amerikaner beim Backen, also lasst ein wenig Abstand, damit sie nicht zusammenkleben.
  6. Ungefähr 12 Minuten schön goldgelb backen und dann abkühlen lassen - jetzt könnt ihr mit dem Verzieren beginnen!
  7. Verrührt den Puderzucker mit dem heißen Zitronensaft zu einer glatten Masse. Sie sollte sich gut verstreichen lassen. (Wer mehr auf Schokolade steht, nimmt ein Päckchen Schokoladenkuvertüre aus dem Supermarkt und bereitet es nach Anleitung zu.)
  8. Streicht den Guss mit einem Messer auf die flache Unterseite der Amerikaner.
  9. Auf den noch warmen Guss könnt ihr nach Lust und Laune Liebesperlen, Schokostreusel, Smarties oder Gummibärchen legen. Wie wär’s z.B. mit witzigen „Amerikaner“-Gesichtern?

Wir wünschen guten Appetit!

Buch-Tipps

Sophie Lenthe
Backen mit der Maus
110 Zabert Sandmann
September 1999 Seiten
12,50 €
Buch bestellen

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren
Leben & Lifestyle

Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren

2. November 2026

Warum klingen Instrumente aus der Vorkriegszeit anders als neu gebaute Modelle? Die Antworten liegen in der komplexen physikalischen und chemischen Alterung von Holz, Leimen und Lacken über Jahrzehnte.

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur
Leben & Lifestyle

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur

31. Oktober 2026

Von den chinesischen Penjing-Landschaften über den Zen-Buddhismus bis zur weltweiten Verbreitung: Die Geschichte der Bonsai-Kultur ist mehr als ein Dekorationstrend. Sie verbindet jahrhundertealte Philosophie mit…

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert
Leben & Lifestyle

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert

27. Oktober 2026

Kaum ein Verfahren ist so von Klischees umgeben wie die Hypnose. Bühnenshows, in denen Freiwillige wie ferngesteuert Hühner imitieren, prägen bis heute das Bild. Mit der Arbeit in einer Praxis hat das wenig zu tun. Dort…

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz
Leben & Lifestyle

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz

20. Oktober 2026

Eine Studie in PLOS Biology zeigt, wie ein Inositol-sensitiver Rezeptor bei einer Hefe die Nährstoffnutzung steuert – selbst bei Glukose-Überschuss. Die Entdeckung verbindet Stoffwechsel und Virulenz.

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite