Wohnkosten deutlich gestiegen
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Wohnkosten deutlich gestiegen

Bild: Foto: Hermann Struck, Public domain, via Wikimedia Commons

In Deutschland mussten die Mieter im Jahr 2005 pro Quadratmeter und Monat im Durchschnitt 2,74 Euro für die so genannte „zweite Miete“ zahlen. „Damit entfallen etwa 32,4 Prozent der Gesamtwohnkosten auf die Betriebskosten“, erklärte der Direktor des Deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips, bei der Vorstellung des neuen Betriebskostenspiegels für Deutschland in Berlin. „Mieter einer 80 Quadratmeter großen Wohnung müssen für die letzte Betriebskostenabrechnung durchschnittlich rund 288 Euro mehr zahlen“, so der Chef des DMB. Hauptursache für die höheren Betriebsausgaben sind die gestiegenen Heizkosten. Allein der Heizölpreis sei durchschnittlich um 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Preisanstieg bei Gas habe bei durchschnittlich 10,5 Prozent gelegen. Positives konnte der Mieterbund dagegen beim Verbrauch vermelden: Aufgrund von Reparaturen und der Modernisierung bzw. Erneuerung von Heizungsanlagen sowie dem sparsameren Verhalten der Mieter seien die Heizenergieverbräuche um 5 bis 7 Prozent zurückgegangen. Steigerungsraten gab es auch bei weiteren Nebenkosten: Während die Gebühren für Wasser und Abwasser um 5,5 Prozent anstiegen, sind die kommunalen Gebühren, das heißt Grundsteuer, Müll und Straßenreinigung, insgesamt durchschnittlich um 13,5 Prozent teurer geworden. An der Spitze stehen hier die Müllgebühren mit 20 Prozent.

Energiepreise schüren Nebenkosten

In Deutschland mussten die Mieter im Jahr 2005 pro Quadratmeter und Monat im Durchschnitt 2,74 Euro für die so genannte „zweite Miete“ zahlen. „Damit entfallen etwa 32,4 Prozent der Gesamtwohnkosten auf die Betriebskosten“, erklärte der Direktor des Deutschen Mieterbundes, Franz-Georg Rips, bei der Vorstellung des neuen Betriebskostenspiegels für Deutschland in Berlin. „Mieter einer 80 Quadratmeter großen Wohnung müssen für die letzte Betriebskostenabrechnung durchschnittlich rund 288 Euro mehr zahlen“, so der Chef des DMB. Hauptursache für die höheren Betriebsausgaben sind die gestiegenen Heizkosten. Allein der Heizölpreis sei durchschnittlich um 32 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der Preisanstieg bei Gas habe bei durchschnittlich 10,5 Prozent gelegen. Positives konnte der Mieterbund dagegen beim Verbrauch vermelden: Aufgrund von Reparaturen und der Modernisierung bzw. Erneuerung von Heizungsanlagen sowie dem sparsameren Verhalten der Mieter seien die Heizenergieverbräuche um 5 bis 7 Prozent zurückgegangen. Steigerungsraten gab es auch bei weiteren Nebenkosten: Während die Gebühren für Wasser und Abwasser um 5,5 Prozent anstiegen, sind die kommunalen Gebühren, das heißt Grundsteuer, Müll und Straßenreinigung, insgesamt durchschnittlich um 13,5 Prozent teurer geworden. An der Spitze stehen hier die Müllgebühren mit 20 Prozent.

Ost-West-Gefälle

Deutliche Unterschiede stellte der Mieterbund beim Niveau zwischen West- und Ostdeutschland fest. Heiz- und Warmwasserkosten seien in den alten Bundesländern um rund 13 Prozent teurer. Die Grundsteuer betrug in westdeutschen Städten fast das Doppelte.

Mieter in Ostdeutschland zahlten demnach im Monat 2,25 Euro pro Quadratmeter an Betriebskosten. Die Durchschnittskosten im Westen lagen mit 2,25 Euro pro Quadratmeter im Monat um rund ein Viertel höher.

Mieterbund blickt skeptisch in die Zukunft

Für 2006 müssen sich die Mieter wohl auf weitere Teuerungen einstellen: „Insgesamt rechnen wir mit einem Anstieg der Heizkosten von knapp 10 Prozent“, so Rips. Im Jahresdurchschnitt sei Heizöl um 16 Prozent teurer geworden. Bei Gas liegt die Preissteigerungsrate fast doppelt so hoch wie im Vorjahr. Die Prognose für 2007 ist nicht viel besser: „Im Durchschnitt dürften die mehrwertsteuerbedingten Erhöhungen bei etwa 4 bis 5 Cent pro Quadratmeter und Monat liegen. Das sind für Mieter einer 80 Quadratmeter großen Wohnung 38 bis 48 Euro im Jahr“, erklärte der Chef des Mieterbundes.

GdW relativiert Zahlen des Mieterbundes

Kritik an den Zahlen des neuen Betriebskostenspiegels vom Mieterbund äußerte dagegen der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW). Nach einer repräsentativen Erhebung des Verbandes hätten sich die gesamten Wohnnebenkosten der Mieter im Vergleich der Jahre 2004 und 2005 durchschnittlich lediglich um 2,2 Prozent erhöht. Das bedeute einen Anstieg der Kosten von 1,80 auf 1,84 Euro pro Quadratmeter. Die Aufwändungen für Heizung und Warmwasser sind nach den Erhebungen des GdW um 3 Cent von 0,70 auf 0,73 Euro pro Quadratmeter, d. h. um 4,3 Prozent gestiegen. Für den Abrechnungszeitraum 2006 hätten die Mieter keine Betriebskostenexplosion und extremen Nachzahlungen zu erwarten, so der Präsident des GdW, Lutz Freitag.

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