Wohnungsbauprämie
Leben & Lifestyle

Wohnungsbauprämie

Bild: Foto: George Chernilevsky, Public domain, via Wikimedia Commons

Wohnungsbauprämie und BausparvertragEng verbunden mit der Wohnungsbauprämie ist der Bausparvertrag. Die Geschichte zur staatlichen Förderung von Bausparverträgen ist fast so alt, wie das Bausparen selbst. Bereits 1934 ermöglichte ein Gesetz die steuerliche Förderung von Beiträgen an Bausparkassen, etwa zehn Jahre, nachdem sich die Erste in Deutschland gründete.

Wohnungsbauprämie und Bausparvertrag

Eng verbunden mit der Wohnungsbauprämie ist der Bausparvertrag. Die Geschichte zur staatlichen Förderung von Bausparverträgen ist fast so alt, wie das Bausparen selbst. Bereits 1934 ermöglichte ein Gesetz die steuerliche Förderung von Beiträgen an Bausparkassen, etwa zehn Jahre, nachdem sich die Erste in Deutschland gründete.

Heute werden 8,8 Prozent an Grundförderung gewährt. Das sind bei einer maximalen jährlichen Sparleistungsgrenze von 512 Euro also 45,06 Euro und für Verheiratete jeweils der doppelte Betrag vom Staat als Extrabonus. Oft damit verwechselt werden die so genannten Vermögenswirksamen Leistungen (VL), die der Arbeitgeber freiwillig in einen Sparplan einzahlt. Diese sind Grundlage für die Arbeitnehmersparzulage, die der Staat noch einmal zusätzlich bezahlt. Sie beläuft sich bei einer derzeitigen maximalen jährlichen Sparleistung von 480 Euro auf 43 Euro. Wichtig dabei: Der Arbeitgeber muss diesen Anteil angespart haben.

Bedingungen Wohnungsbauprämie:

  • Ledige: Maximal 25.600 € Jahreseinkommen, jährliche Sparleistungsgrenze bis 512 €
  • Verheiratete: Maximal 51.200 € Jahreseinkommen, jährliche Sparleistungsgrenze bis 1.024 €
  • Sparprämie: 8,8 Prozent Staatsprämie pro Jahr auf den Betrag bis zur Sparleistungsgrenze, also bei Ledigen maximal 45,06 € und bei Verheirateten maximal 90,11 € pro Jahr vom Staat
  • Bindungsfrist: 7 Jahre

Bedingungen Arbeitnehmersparzulage:

  • Ledige: Maximal 17.900 € Jahreseinkommen
  • Verheiratete: Maximal 35.800 € Jahreseinkommen
  • Arbeitgeberanteil: Maximal 480 € pro Jahr
  • Staatszulage: neun Prozent des Arbeitgeberanteils, also maximal 43 € im Jahr
  • Bindungsfrist: 7 Jahre

wissen.de-Tipp: Gerne raten Bankberater Anlegern auch dann zu einem siebenjährigen Sparvertrag, wenn Arbeitgeber und Staat kein Geld hinzugeben. Das ist aber Unsinn. Vielmehr sollten zukünftige Bauherren dann ihr Geld möglichst flexibel anlegen, damit sie darauf schnell zugreifen können, um ihre Eigenkapitalquote zu erhöhen. Generell gilt: Die Bemessungsgrundlage ist das so genannte zu versteuernde Einkommen - das Bruttoeinkommen kann wesentlich höher liegen. Für die Arbeitnehmer-Sparzulage ist es zudem interessant, den Arbeitgeber um eine Füllung des maximalen Betrages aus dem Gehalt zu bitten, damit der vollständige Staatsanteil in Anspruch genommen werden kann.

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren
Leben & Lifestyle

Akustik historischer Instrumente: Die physikalischen Geheimnisse alter Meistergitarren

2. November 2026

Warum klingen Instrumente aus der Vorkriegszeit anders als neu gebaute Modelle? Die Antworten liegen in der komplexen physikalischen und chemischen Alterung von Holz, Leimen und Lacken über Jahrzehnte.

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur
Leben & Lifestyle

Kleine Bäume, große Geschichte: Die Entwicklung der Bonsai-Kultur

31. Oktober 2026

Von den chinesischen Penjing-Landschaften über den Zen-Buddhismus bis zur weltweiten Verbreitung: Die Geschichte der Bonsai-Kultur ist mehr als ein Dekorationstrend. Sie verbindet jahrhundertealte Philosophie mit…

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert
Leben & Lifestyle

Hypnose verstehen: Was im Zustand der Trance wirklich passiert

27. Oktober 2026

Kaum ein Verfahren ist so von Klischees umgeben wie die Hypnose. Bühnenshows, in denen Freiwillige wie ferngesteuert Hühner imitieren, prägen bis heute das Bild. Mit der Arbeit in einer Praxis hat das wenig zu tun. Dort…

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz
Leben & Lifestyle

Hefepathogen nutzt Inositol trotz Glukose: Rezeptor verknüpft Nährstoffwahl mit Virulenz

20. Oktober 2026

Eine Studie in PLOS Biology zeigt, wie ein Inositol-sensitiver Rezeptor bei einer Hefe die Nährstoffnutzung steuert – selbst bei Glukose-Überschuss. Die Entdeckung verbindet Stoffwechsel und Virulenz.

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite