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Ein Drittel der Deutschen war schon in einer „toxischen Beziehung“
Manipulation: Ein kontrollierendes Verhaltensmuster
Abgeschnitten vom sozialen Umfeld
Kontrolle verstärkt schwierige Dynamiken
Flunkereien sind „normal“
Der schwere Weg aus der schädlichen Partnerschaft
Doch egal, ob leicht, mittel oder stark betroffen – erst einmal in einer schädlichen Beziehung gefangen, gelingt es oft schwer, dieser wieder zu entkommen. „Der Satz ‚Warum bist du geblieben?‘ ist eine häufig gestellte und gefürchtete Frage an Missbrauchsopfer, da viele Menschen die Hürden nicht verstehen, eine gewalttätige Beziehung zu verlassen“, erklärt die Psychologin Nicoly Charlot. Nur etwa die Hälfte der Betroffenen schafft es demnach, eine schädliche Beziehung allein zu beenden.
Der Grund: Normalerweise zeigt der missbräuchliche Partner beim ersten Date noch seine freundliche Seite. Manipulation und Eifersucht treten erst schleichend auf. Wie der sprichwörtliche Frosch im Kochtopf gewöhnt sich das “Opfer” mit der Zeit an das Verhalten und erkennt die schädliche Natur der Beziehung erst, wenn sie das eigene Leben bereits massiv beeinträchtigen. Im schlimmsten Fall haben die Betroffenen dann jedoch bereits Kinder mit dem Täter, sind finanziell abhängig oder sozial isoliert – das erschwert es ihnen wiederum, zu gehen.
Gefährliche Muster frühzeitig erkennen
Wie können Datende also erkennen, ob der zukünftige Liebste eine gute Partie ist oder doch eher missbräuchliche Tendenzen hat? Laut einer Studie sind starke Indikatoren und Warnsignale für zukünftige Misshandlung in der Beziehung schon früh einsetzender sexueller Druck, die Missachtung der Meinung des Partners und ständige Kritik. Je mehr und je häufiger diese Verhaltensweisen vorkommen, desto wahrscheinlicher ist auch zukünftiger Missbrauch.
Dank der Einteilung in wenig, mittelstark und stark belasteten Beziehungen, könnten Angehörige laut Trittien besonders schädliche Beziehungen zielgerichteter erkennen und Betroffene entsprechend unterstützen. „Eine professionelle Therapie, ob vor Ort oder online, kann dann helfen, eine toxische Beziehung zu beenden und die Betroffenen vor langfristigen Folgen für die mentale Gesundheit zu schützen“, so die Therapeutin.




