Pfui-Pfui oder Wau-Wau?
Auch wenn sich manche Tiere wie z.B. Delphine ganz gut verständigen können, ist die menschliche Sprachbegabung in der Natur einzigartig.
Wissenschaftler streiten darüber, wie die Menschen sprechen lernten. Zum Beispiel glauben die Anhänger der „Wau-Wau-Theorie“, dass die Urmenschen die Laute von Tieren nachahmten.
Nach der „Pfui-Pfui-Theorie“ sollen die ersten Wörter aus Ausrufen wie „Iih!“ oder „Ah!“ entstanden sein.
Lebendige Sprache
Sprachen sind ein bisschen wie Lebewesen: Sie wachsen und verändern sich. Manchmal werden neue Dinge erfunden und brauchen einen Namen so wie der „Browser“. Und manchmal kommt ein Wort in Mode und alle finden es „voll krass“.
Sprachen können sogar sterben. Latein, ist beispielsweise eine "tote Sprache". Zwar pauken auch heute noch ziemlich viele Schüler die Sprache der alten Römer, doch nirgends auf der Welt plappern Babys ihre ersten Wörter auf lateinisch.
Es gibt auch Sprachen ohne Worte, zum Beispiel die Zeichensprachen mit denen sich Taubstumme verständigen.
Weltsprachen
Früher war Latein die Weltsprache und die Sprache der Wissenschaft.
Heute ist Englisch Weltsprache Nummer Eins: Forscher, Geschäftsleute, Reisende - sie alle fahren mit Englisch am besten.
Zählt man die Muttersprachler, hat jedoch Chinesisch die Nase vorn: Für rund 1,2 Milliarden Menschen ist Chinesisch die erste und wichtigste Sprache im Leben. Nur 350 Millionen sind „English native speakers“.
Allerdings ist Chinesisch nicht gleich Chinesisch. Es gibt verschiedene Unterarten wie Mandarin oder Wu.
Und das sind die Top Ten der Sprachgiganten:
- Mandarin (Chinesisch)
- Spanisch
- Englisch
- Bengali
- Hindi (die Amtssprache Indiens)
- Portugiesisch
- Russisch
- Japanisch
- Deutsch
- Wu (Chinesisch)
Voli Esperanto lerni?
Vielleicht habt ihr rein zum Spaß schon einmal Kauderwelsch gequatscht. Manche Menschen tüfteln sogar ganze Sprachen aus.
Die bekannteste Kunstsprache wurde vor rund 100 Jahren erfunden. Esperanto soll ziemlich einfach zu lernen sein. Es klingt entfernt wie eine Mischung verschiedener europäischer Sprachen.
„Guten Tag! Wollen Sie Esperanto lernen?“, heißt zum Beispiel: "Bonan Tagon! Chu vi volas lerni Esperanton?"
Bisher haben zwischen drei und zehn Millionen Menschen in rund 120 Ländern diese Frage mit „jes“ (= ja) beantwortet.
Elben und Klingonenkrieger
Ein richtiger Sprachennarr war J.R.R. Tolkien, der Autor von „Herr der Ringe“. In Mittelerde reden Elben, Zwerge, Hobbits, Orks und andere Geschöpfe in vielerlei Zungen.
Doch die „sich am schnellsten ausbreitende Sprache der Galaxie“ ist angeblich Klingonisch. Auf der ganzen Welt plaudern Fans fließend die Sprache der kriegerischen Aliens aus der Kultserie Star Trek.
Unglaublich, aber wahr: Klingonisch versteht übrigens sogar die Internetsuchmaschine Google!



