Zaster, Kies und Flocken
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Zaster, Kies und Flocken

Bild: Foto: Christoph Rieder, CC0, via Wikimedia Commons

Zaster, Kohle, Kies, Flocken, Schotter, Mäuse, Kröten, Riesen,... - wir kennen jede Menge handfeste Wörter für Geld. Vielleicht weil Geld selbst so etwas Unbegreifliches ist. Kaum hat man’s, schon ist es weg.

Geld regiert die Welt

Wenn es um Geld geht, haben Erwachsene jede Menge schlaue Sprüche auf Lager. Einer davon heißt „Geld regiert die Welt“.
Auf der ganzen Welt hat König Geld viele Namen: Dollar in den USA, Rubel in Russland, Peso in Argentinien, Yen in Japan und andere.

In vielen Ländern Europas regiert heute der Euro.

Tauschgeschäfte

Schon in grauer Vorzeit machten Menschen Geschäfte. Sie tauschten Bärenklauen gegen Feuerstein, getrocknete Früchte gegen Muschelketten, Felle gegen Speere, ...

Manche Dinge waren begehrter als andere. Das kennt ihr von Sammelkarten oder Stickern. Die seltensten sind die besten.
Eines der ältesten Zahlungsmittel waren zum Beispiel die hübschen Häuschen der Kaurischnecke.

Im Lauf der Zeit stiegen die Edelmetalle wie Gold und Silber im Kurs. Und weil es zu mühsam war, das Gold jedes Mal abzuwiegen, kam jemand auf die Idee, einheitliche Stücke zu prägen und mit einem Bild kenntlich zu machen - das Geld war geboren.

Geldfabrik

Richtig kompliziert wurde es mit der Erfindung des Papiergelds. Nicht jeder darf Geld drucken, sonst wäre es ja nichts wert.

In Deutschland ist die Bundesbank die einzige „Geldfabrik“. Sie steht für die Kaufkraft der Scheine und Münzen ein.

Plastikgeld

Heute haben viele Menschen kein Münzen oder Scheine mehr in der Tasche. Sie zücken im Laden einfach eine Plastikkarte.

Auf der Karte steht eine Nummer. Ein Kartenlesegerät schickt alle wichtigen Zahlen an den Computer der Bank.
So behält die Bank immer den Überblick, wer wie viel Geld hat.

Natürlich liegt auch das Geld in der Bank nicht in großen Sparstrümpfen oder Sparschweinchen rum. Die Bank „borgt“ sich euer gespartes Geld aus, macht damit Geschäfte oder leiht es weiter an Leute, die sich z.B. ein Haus bauen oder ein Auto kaufen wollen.
Dafür müssen diese Leute Gebühren, also Zinsen, zahlen. Vom Überschuss bekommt ihr einen Teil.

Die Reichsten der Welt

Jedes Jahr erscheint eine Liste der reichsten Menschen der Welt.
Ungeschlagene Spitze war in den letzten Jahren Bill Gates, der Boss der Computerfirma Microsoft. Auf den meisten PCs der Welt laufen Programme von Microsoft wie „Windows“ oder der „Internet Explorer“.
Bill Gates Vermögen wird auf rund 50 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Doch der reichste Mensch aller Zeiten war vermutlich ein Augsburger Kaufmann namens Jakob Fugger. Jakob, der vor rund 500 Jahren lebte, hatte den Spitznamen „der Reiche“. Vor ihm wurden sogar Kaiser und Könige zu Bettlern.

Goldrausch

Ein anderer Große-Leute-Spruch heißt: „Geld macht nicht glücklich.“
Denkt nur an Dagobert Duck! Der hat zwar einen Speicher voll Taler, aber keine richtigen Freunde.

Wärt ihr gerne wie der sagenhafte König Midas? Alles, was er berührte, verwandelte sich in Gold.
Als der König jedoch Hunger bekam, fand er die Sache gar nicht mehr knusprig. Da musste er nämlich feststellen, dass man von Gold nicht abbeißen kann.

Buch-Tipps

Angela Weinhold
Unser Geld
Ravensburger Buchverlag September 2001

12,95 €
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Franziska Jungmann-Stadler
Was ist was? Bd.78, Münzen und Geld
Tessloff April 2002
48 Seiten
8,90 €
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