Im Jahr 2005 erscheinen deutschlandweit in rund 300 Verlagen 347 Tageszeitungen mit 1.550 lokalen Ausgaben und einer Gesamtauflage von gut 22 Millionen. Etwa 14 Millionen Exemplare werden täglich im Abonnement zugestellt. Mehr als drei Viertel der Deutschen über 14 Jahren - das sind gut 49 Millionen - lesen regelmäßig eine Tageszeitung, und das durchschnittlich 36 Minuten lang.
Nach Altersgruppen differenziert, erreichen die Tageszeitungen ihre höchste Reichweite bei den 40- bis 69-jährigen Lesern, nämlich zwischen 78 und 85 Prozent. Von den über 70-Jährigen lesen rund 83 Prozent eine Tageszeitung, bei den 30- bis 39-Jährigen sind es 71 Prozent. Bei den 20- bis 29-Jährigen greifen rund 62 Prozent regelmäßig zur Tageszeitung, bei den 14- bis 19-Jährigen immerhin noch 52 Prozent.
Während der Herausgeber der ersten Zeitung der Welt, der Straßburger Johann Carolus, für seine Anfang des 17. Jahrhunderts wöchentlich erscheinende “Relation noch das schwere Hadern, also Lumpen, verwendete, dominiert heute bei der Herstellung von Zeitungen das Altpapier. 2004 wurden in Deutschland 2,4 Millionen Tonnen Zeitungsdruckpapier produziert. Das Gewicht eines Zeitungspapiers pro Quadratmeter: zwischen 45 und 60 Gramm.
Mit einem Nettowerbeumsatz von gut 4,5 Milliarden Euro sind die Tages- und Wochenzeitungen Deutschlands Werbeträger Nummer eins. Mit Abstand folgt das Fernsehen mit etwa 3,8 Millionen Euro. Der Verkauf von Anzeigen ist bei den Zeitungen allerdings seit Jahren rückläufig.
Die ersten Zeitungen mit einem eigenen Angebot im Internet waren 1995 die “tageszeitung (taz) aus Berlin, “Die Zeit aus Hamburg, die “Süddeutsche Zeitung aus München und die “Rheinische Post aus Düsseldorf. Im Sommer 1996 waren nach Zählungen des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) bereits 41 deutsche Zeitungen online. 2005 sind es weit über 600. Tendenz: steigend.



