Kredite werden teurer
Der Zinsschritt wird vermutlich zu einer erneuten Verteuerung von Krediten für Unternehmen, Immobilienkäufer und den Staat führen. Auch wer einen Überziehungs- oder Ratenkredit in Anspruch nimmt, muss mit einem Anstieg der dafür anfallenden Kosten rechnen. Inwieweit die Kreditinstitute die Leitzinserhöhung auch an die Anlagekunden weitergeben, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Besitzer von Tagesgeld-Konten zum Beispiel könnten von der Erhöhung bald profitieren.
Keine Gefahr für die Konjunktur
Laut Konjunkturanalyse der EZB, seien die Voraussetzungen für ein anhaltendes Wachstum des realen Brutto-Inlandsprodukts im Euro-Währungsgebiet allerdings gut. Das Exportgeschäft werde weiterhin durch das Wirtschaftswachstum in den stärksten EU-Staaten beflügelt. Und die Investitionsausgaben dürften dank günstiger Finanzierungsbedingungen, Bilanzrestrukturierungen sowie Ertrags- und Effizienzsteigerungen auf Unternehmensebene weiterhin zunehmen. „Angesichts der Besserung am Arbeitsmarkt und damit auch der Steigerung des real verfügbaren Einkommens sollte sich das Wachstum der Konsumausgaben nach und nach weiter verstärken“ so die Prognose der Notenbank-Ökonomen. Risiken für die Konjunktur sieht die EZB vor allem durch einen weiteren Ölpreisanstieg.
Experten rechnen damit, dass der Leitzins zum Ende des Jahres noch einmal auf bis zu 3,5 Prozent klettert.
Weitere Informationen zur EZB unter: http://www.bundesbank.de/ezb/ezb.php



