Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Leben & Lifestyle/Artikel
Zukunftswerkstatt
Bildquelle nicht angegeben
Leben & Lifestyle

Zukunftswerkstatt

Schon die Jüngsten und Jungen, Kindergartenkinder und Jugendliche, können diesen Prozess in der Zukunftswerkstatt durchlaufen. Alter und Bildungsstand der Teilnehmer spielen keine Rolle. Kurzum: Mitmachen kann jeder, der das notwendige Interesse mitbringt. Entscheidendes Merkmal: Im Mittelpunkt steht die Fantasie.…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Leben & Lifestyle

Schon die Jüngsten und Jungen, Kindergartenkinder und Jugendliche, können diesen Prozess in der Zukunftswerkstatt durchlaufen. Alter und Bildungsstand der Teilnehmer spielen keine Rolle. Kurzum: Mitmachen kann jeder, der das notwendige Interesse mitbringt. Entscheidendes Merkmal: Im Mittelpunkt steht die Fantasie. Sie wird angeregt, um neue Lösungen zu entwickeln. Die Themen sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Die Fragen können beispielsweise aus den Bereichen Politik, Architektur, Verkehr, Technik, Ökologie und Medizin stammen. Auch soziale und psychologische Probleme finden Raum, in der Regel mit regionalem Bezug. Lehrer und Schüler etwa können sich fragen, wie ihre Schule in Zukunft aussehen soll, Bürger reden mit bei der Neugestaltung des Stadtparks, Mitarbeiter regen eine bessere Teamarbeit an.

Die Zukunftswerkstatt hat eine klare methodische Struktur und chronologische Abfolge. Sie umfasst drei Hauptphasen, manchmal auch eine vierte Hauptphase für soziale Experimente. Gearbeitet wird mit den Kompetenzen und Ressourcen der Teilnehmer. Grundlegend ist die Annahme, dass jeder Experte für sich selbst ist.  Mit der Methode der Zukunftswerkstatt können brachliegende Problemlösungspotentiale mobilisiert werden. Parallel werden sich die Teilnehmer ihrer Ideen, Probleme und Wünsche bewusster. Inspiriert von eigenen Visionen, entwickeln sie – oft ungewöhnliche und überraschende - Perspektiven für die Zukunft. Es entsteht ein kollektives Engagement.

In den 1970er Jahren wurde die Zukunftswerkstatt von den Zukunftsforschern Robert Jungk, Rüdiger Lutz und Norbert R. Müllert entwickelt. Anlass waren die Protestbewegungen der 1968er Jahre, die sich unter anderem gegen die politischen Machtstrukturen wandten. Was auch Jungk beschäftigte: Nicht die, die es angeht, treffen die Entscheidungen, sondern in der Regel Experten, die nicht mit den Konsequenzen einer Entscheidung leben müssen. Um das zu ändern, plädierte er für eine lebendige Demokratie von unten. Dieser Grundgedanke war die Geburtsstunde der Zukunftswerkstatt.

Einsatzgebiete

Vielseitiges Instrument für Zukunftsgestaltung, Förderung von Partizipation, Demokratie und Bürgerbeteiligung, Entwicklung von gemeinsamen Projekten, Katalysator für bestehende Probleme, Kreativitätsfreisetzung und -förderung, Ausbildung sozialer Phantasie, Entwicklung von neuen, oft ungewöhnlichen Konzepten.

Teilnehmer

Ausschließlich für Gruppen geeignet, maximal 25 Teilnehmer, ideal sind 15 bis 20 Teilnehmer, möglichst von zwei geschulten Moderatoren begleitet, ist die Gruppe wesentlich größer, sollte in parallelen Werkstätten gearbeitet werden, die sich phasenweise in einem Plenum treffen

Zeitbedarf

Empfohlen sind zwei bis drei Tage, auch kürzere Zeitspannen sind möglich, aber in der Regel weniger effektiv

Kennzeichnend für die Zukunftswerkstatt ist das sogenannte Drei-Phasen-Modell: Kritik, Vision, Realisierung. Es wurde bereits Ende der 1970er Jahre entwickelt. Was ärgert? Was nervt? In der Kritikphase wird gesammelt, was die Teilnehmer belastet. Das hat oft auch reinigende Wirkung, da erstmal Dampf abgelassen wird. In der Visionsphase kann hemmungslos fantasiert werden. Die Wünsche der Teilnehmer werden offen formuliert. Und damit es dabei nicht bleibt, geht es in der Phase der Realisierung schließlich darum, wie man Alltag und Vision verbinden kann. Es werden konkrete Handlungsschritte ausgearbeitet, wie man seinem Ideal Schritt für Schritt näher kommen kann. Dabei geht es im Wesentlichen um die Fragen: Was wollen wir konkret tun? Wer kann uns dabei helfen? Wann beginnen wir?

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Leben & Lifestyle

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Leben & Lifestyle.

Alle Leben & Lifestyle-Artikel
DIY-Autopilot: Hobbyisten rüsten Privatfahrzeuge mit selbstfahrenden Systemen nach
Leben & Lifestyle

DIY-Autopilot: Hobbyisten rüsten Privatfahrzeuge mit selbstfahrenden Systemen nach

30. September 2026

Eine wachsende Untergrund-Bewegung baut Open-Source-Fahrassistenzsysteme in normale Autos ein. Die Praxis wirft drängende Fragen zu Verkehrssicherheit, Haftung und der Zukunft autonomer Technologie auf.

Reaktionssport Tischtennis: Wie schnelle Bewegungen Körper und Gehirn fordern
Leben & Lifestyle

Reaktionssport Tischtennis: Wie schnelle Bewegungen Körper und Gehirn fordern

1. April 2026

Tischtennis gilt oft als Freizeitspiel, das in Kellern, Schulhöfen oder Parks stattfindet. Gleichzeitig zählt es zu den schnellsten Rückschlagsportarten überhaupt. Der Ball kann Geschwindigkeiten von über 100 km/h…

CO₂-Bilanz beim Hausbau: Wie viel Klimaschutz steckt wirklich im Neubau?
Leben & Lifestyle

CO₂-Bilanz beim Hausbau: Wie viel Klimaschutz steckt wirklich im Neubau?

31. März 2026

Der Hausbau in Deutschland wird seit einigen Jahren von zunehmend strengen energetischen Auflagen begleitet. Seit dem Inkrafttreten des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) am 1. November 2020 gelten für Neubauten einheitliche…

Anatomie trifft Biomechanik: Warum frauenspezifische Laufschuhe vor Verletzungen schützen
Leben & Lifestyle

Anatomie trifft Biomechanik: Warum frauenspezifische Laufschuhe vor Verletzungen schützen

25. März 2026

Laufen gehört zu den beliebtesten Ausdauersportarten, um das Herz-Kreislauf-System zu stärken und den Kopf nach einem langen Arbeitstag freizubekommen. Doch bei jedem Schritt wirken Kräfte auf den Körper ein, die das…

← Zurück zu Leben & LifestyleZur Startseite