H ị ndemith

Genre
Oper in fünf Akten
Verfasser
Hindemith , Paul
Deutscher Titel
Die Harmonie der Welt
Veröffentlicht
Bundesrepublik Deutschland und DDR
Erscheinungsjahr
1957

Paul, US-amerikanischer Geiger, Bratschist, Komponist und Dirigent deutscher Herkunft, * 16. 11. 1895 Hanau, † 28. 12. 1963 Frankfurt am Main; u. a. Schüler von Arnold Mendelssohn ; 1915 – 1923 Konzertmeister im Frankfurter Opernorchester, 1922 – 1929 Bratschist des Amar-Quartetts, das regelmäßig bei den Donaueschinger Musiktagen auftrat, die Hindemith ab 1923 mitgestaltete (u. a. Uraufführung eigener Werke); begann in Ablehnung der Romantik mit Bühnenwerken („Mörder, Hoffnung der Frauen“ 1919; „Sancta Susanna“ 1921) im expressionistischen Stil; der Liederzyklus „Das Marienleben“ 1922/23 (nach Rainer Maria Rilke, Neufassung 1936 – 1948) gilt als Übergang zur neoklassizistischen Phase (Oper „Cardillac“ 1926; Oratorium „Das Unaufhörliche“). Mit der Oper „Mathis der Maler“ (1934/35) fand er zu einem individuellen Stil, forderte jedoch gleichzeitig die Nationalsozialisten heraus, die seine Werke mit dem Etikett „kulturbolschewistisch“ und entartete Musik belegten.

1937 emigrierte Hindemith zunächst in die Schweiz und drei Jahre später in die USA, wo er von 1940 – 1953 Musiktheorie an der Yale University in New Haven lehrte und 1946 die amerikanische Staatsbürgerschaft annahm; er schrieb weitere neoklassizistische Werke wie „Symphonische Metamorphosen über Themen von Carl Maria von Weber“ (1943) oder „Symphonia serena“ (1946); als bedeutendste Spätwerke gelten die Oper „Die Harmonie der Welt“ (1957), die „Pittsburgh Symphony“ (1958) und das „Concerto for Organ and Orchestra“ (1962). Hindemith schuf außerdem viele Werke für den Musikunterricht („Sing-und Spielmusiken für Liebhaber und Musikfreunde“ 1928; „Plöner Musiktag“ 1932) und eine Harmonielehre „Unterweisung im Tonsatz“ (3 Bände 1937, 1939, 1970); als beispielhaft für die darin aufgestellten Regeln gilt das Klavierwerk „Ludus tonalis“ (1942).