Beim Unwort des Jahres 1999 handelte es sich erstmals um einen aus dem Englischen übersetzen Begriff: "collateral damage" oder eben "Kollateralschaden", was so viel wie "Randschaden" bedeutet. Mit diesem Euphemismus bezeichnete die NATO die Tötung vieler Unschuldiger durch Angriffe, die sie im Kosovo-Krieg gegen die jugoslawische Zivilbevölkerung führte. Während die "Sprachkritische Jury" diesen Begriff zum Unwort der Jahres kürte, hielten ihn schärfere Kritiker gar für eine unzulässige Vertuschung der Kriegsverbrechen, derer sich die NATO im Kosovo-Krieg schuldig gemacht hätte.

Bild: Foto: Ökologix, Public domain, via Wikimedia Commons
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