Domäne der Frauen
Im deutschen Gesundheitssystem arbeiten rund 4,22 Millionen Menschen. Demnach verdient jeder zehnte Erwerbstätige sein Geld im Gesundheitssektor, der mehr als 800 Berufe umfasst.
Mit rund 710.000 Beschäftigten bilden die Gesundheits- und Krankenpfleger die größte Berufsgruppe. An zweiter Stelle rangieren Arzthelferinnen- und helfer mit 511.000 Beschäftigten. Ärzte und Zahnärzte sind mit 371.000 Selbstständigen und Angestellten Nummer drei des Rankings, gefolgt von Apothekern und deren Angestellten mit rund 194.000. In den meisten dieser Berufsgruppen ist der Frauenanteil besonders hoch. Die Gesundheitsbranche ist der Arbeitsmarkt für Frauen: Rund drei Millionen sind weiblichen Geschlechts.
Die Ausgabenseite
240 Milliarden Euro werden in Deutschland jährlich für die Gesundheit ausgegeben. Das entspricht etwa 11 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die gesetzlichen Krankenkassen tragen mit rund 143 Milliarden Euro den größten Anteil. 17 Milliarden Euro zahlen die Privaten Versicherer.
Überdurchschnittlich in der EU
Im internationalen Vergleich sind die Wartezeiten in Deutschland sowohl bei der ambulanten als auch bei der stationären Behandlung niedrig. Die medizinische Versorgung ist auch außerhalb der Sprechstunden gut organisiert. Das bundesweite Ärzte-Netz ist eng geknüpft und dementsprechend teuer. Im Durchschnitt kommt ein Arzt auf 269 Einwohner. Die Dichte an Krankenhausbetten liegt mit 8,9 Betten je 1000 Einwohner um 50 Prozent höher als der Durchschnitt der westlichen EU-Länder. Insgesamt leistet sich Deutschland 3460 Krankenhäuser, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen.
Über die Qualität der medizinischen Versorgung können die meisten Patienten nur Gutes berichten: Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bewerten vier von fünf Patienten die medizinische Versorgung in Deutschland als gut bis exzellent.




