33,4 Millionen weltweit infiziert
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33,4 Millionen weltweit infiziert

Bild: Foto: Nevit Dilmen (talk), CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

HIV ist die Kurzform von "Human Immunodeficiency Virus", zu Deutsch "menschliches Immunschwäche-Virus". Vom Ausbruch der Aidserkrankung spricht man, wenn bestimmte, teils lebensbedrohliche Symptome auftreten, etwa Tumore oder schwere Infektionskrankheiten. HIV kann damit als Ursache von Aids bezeichnet werden. Zu den Aids-Erkrankungen werden Lungenentzündung, Infektionen der Speiseröhre mit Pilzen, Gebärmutterhalskrebs oder das Kaposi-Sarkom gezählt.

Wofür steht die Abkürzung HIV?

HIV ist die Kurzform von "Human Immunodeficiency Virus", zu Deutsch "menschliches Immunschwäche-Virus". Vom Ausbruch der Aidserkrankung spricht man, wenn bestimmte, teils lebensbedrohliche Symptome auftreten, etwa Tumore oder schwere Infektionskrankheiten. HIV kann damit als Ursache von Aids bezeichnet werden. Zu den Aids-Erkrankungen werden Lungenentzündung, Infektionen der Speiseröhre mit Pilzen, Gebärmutterhalskrebs oder das Kaposi-Sarkom gezählt.

Was bedeutet der Name Aids?

Aids steht für die englische Bezeichnung "Acquired Immune Deficiency Syndrome". Auf Deutsch bedeutet das so viel wie "erworbenes Immunschwächesyndrom", wobei "Syndrom" den Komplex verschiedener Symptome meint. Aids kann nach einer HIV-Infizierung ausbrechen. Teilweise liegen viele Jahre zwischen der Infizierung und dem Ausbruch von Aids.

Was zeigt die "Viruslast" im Blut an?

Die "Viruslast" zeigt an, wie stark sich HIV vermehrt und wie sehr das Immunsystem bereits geschädigt ist. Je höher die Viruskonzentration, desto schneller schreitet die Zerstörung des Immunsystems voran. Auch die Zahl der Helferzellen gibt Auskunft über den Zustand des Immunsystems: Je weniger Helferzellen nachgewiesen werden können, desto stärker ausgeprägt ist die Immunschwäche bereits.

Kann die antiretrovirale Therapie HIV heilen?

Nein! HIV ist nach wie vor nicht heilbar. Die antiretrovirale Therapie (ART, auch hoch aktive ART = HAART) kann die Viruslast im Blut allerdings so entscheidend eindämmen, dass sich das geschwächte Immunsystem wieder deutlich erholen kann. Häufig müssen mehrere Medikamente miteinander kombiniert werden. Zurzeit stehen bereits über 20 Medikamente zur Verfügung, neue sind in der Entwicklung. Durch ART kann das Auftreten von Symptomen verzögert oder sogar zurückgebildet werden. Bei erfolgreicher Therapie besteht die Chance, viele Jahre und Jahrzehnte bei guter Lebensqualität mit HIV zu leben. Allerdings dürfen die Medikamente nicht abgesetzt werden.

Wann ist die Ansteckungsgefahr besonders groß ?

Direkt nach einer Infektion mit HIV ist die Ansteckungsgefahr für andere sehr hoch, da sich das Virus kurz nach der Ansteckung besonders stark vermehrt. Durch die hohe Virusmenge im Blut, im Sperma, in der Scheidenflüssigkeit und in den Schleimhäuten der Genitalien und des Enddarms ist das Virus dann besonders gut übertragbar.

Woran erkennt man, dass man sich mit HIV angesteckt hat?

Die Krankheitszeichen, die nach einer HIV-Infizierung auftreten können, sind unspezifisch. Das heißt, sie kommen auch bei anderen Krankheiten vor. Krankheitssymptome können sein: Fieber, Appetitlosigkeit, Abgeschlagenheit, Durchfall, geschwollene Lymphknoten oder Geschwüre im Mund. Ob ein Immundefekt vorliegt, kann ausschließlich durch einen Aidstest festgestellt werden.

Was ist eine Post-Expositions-Prophylaxe, kurz PEP?

Die PEP ist eine meist vierwöchige Therapie, die nach einem erhöhten Infektionsrisiko (zum Beispiel ungeschützter Geschlechtsverkehr mit einem HIV-infizierten Partner) sinnvoll sein kann. Die Anti-HIV-Medikamente sollen verhindern, dass sich das Virus im Körper "einnistet" und die Infektion chronisch wird. Je schneller mit der HIV-PEP begonnen wird, desto höher die Chance, eine Infektion zu vermeiden. Doch selbst, wenn die Behandlung bereits nur Stunden nach der möglichen Übertragung begonnen wird, ist nicht sicher, ob eine Ansteckung wirklich vermieden werden kann. Die Krankenkassen übernehmen diese aufwendige Behandlungsmethode nur bedingt.

Gibt es eine Impfung gegen Aids?

Nein, es gibt keine Impfung gegen Aids. Und die wird es nach Meinung von Experten auch in den kommenden zehn Jahren nicht geben. Die Schwierigkeit bestehen darin, dass sich das Virus ständig verändert, in verschiedenen Formen vorkommt und dass es das Immunsystem selbst angreift. Sollten Impfstoffe in nächster Zeit zur Marktreife gelangen, dann werden sie wohl nur einen Teilschutz bieten oder die Krankheit mildern, sollte man sich dennoch angesteckt haben. Eine gewisse Prophylaxe für Frauen bieten dagegen so genannte Mikrobizide. Dabei handelt es sich um eine Creme oder ein Gel, die in die Vagina eingebracht werden, um eine Ansteckung der Frau zu vermeiden. Problematisch ist diese Form der Vorbeugung aber deshalb, weil die Entwicklung von Mikrobiziden, die sanft zur Schleimhaut aber hart zum Virus sind, sehr schwierig ist. Sollte die Schleimhaut angegriffen werden, wächst die Gefahr einer Ansteckung von HIV sogar noch.

Wie viele Menschen in Deutschland leben mit HIV oder Aids?

2011 leben nach Angaben des Robert Koch-Institutes rund 73.000 Menschen in Deutschland mit einer HIV-Infektion. Den mit Abstand größten Anteil machten Männer aus. Diese Zahl steigt seit Mitte der 1990er Jahre, da die Zahl der Neuinfektionen höher ist als die Zahl der Todesfälle.

Wie viele Menschen in Deutschland haben sich 2011 neu infiziert?

Nach Angaben des Robert Koch-Institutes haben sich im Jahr 2011 circa 2700 Menschen (2.250 Männer und 450 Frauen) in Deutschland mit HIV infiziert. Im Jahr 2009 waren es noch 3000 gewesen.

Wie viele Menschen auf der Welt leben mit HIV oder Aids?

Laut Weltaidsbericht 2011 leben zurzeit weltweit 33,4 Millionen Menschen mit dem Virus – mehr als je zuvor. Im Jahr 2008 haben sich 2,7 Millionen Menschen auf der Welt neu mit dem Virus infiziert.

Gibt es auch positive Meldungen im Bezug auf HIV?

Die gibt es: So ist die Zahl der Neuinfektionen laut Weltaidsbericht der Vereinten Nationen in den vergangenen acht Jahren um 17 % gesunken. Auch die Zahl der Todesfälle ist rückläufig. Seit 2004 sank sie um 10 %. In Afrika südlich der Sahara ist die Zahl neuer Ansteckungen im Vergleich zu 2001 sogar um 15 % gesunken. Und auch in Ostasien gingen seitdem die Neuinfektionen um 25 % und in Süd- und Südostasien um 10 % zurück. Dieser Rückgang sei auch ein Erfolg der medizinischen Versorgung: Denn immer mehr Menschen hätten Zugang zu Medikamenten gegen Aids, schreiben die Autoren des Weltaidsbericht. Dadurch seien seit 1998 schätzungsweise 2,9 Millionen Menschenleben gerettet worden. Dennoch: HIV und Aids sind noch immer eine lebensgefährliche Bedrohung: Allein im Jahr 2008 starben zwei Millionen Infizierte an den Folgen der Krankheit.

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