Haltung: Beobachten und Respektieren
Wenn eine Katze ihr neues Zuhause entdeckt – ganz gleich ob als junge oder als ausgewachsene Katze – wird sie es genau nach erhöhten Aussichtsplätzen und Schlupfwinkeln untersuchen. Alle Plätze, die nicht einsehbar sind und für den Menschen unerreichbar scheinen, sind interessant. Die Katze entscheidet dann selbst, welcher Platz ihr am schönsten erscheint und wann sie sich dahin zurückzieht.
Aufgrund ihrer Unabhängigkeit haftet ihnen der Ruf des Einzelgängers an. Tatsächlich aber sind Katzen Individualisten: Sie entscheiden, ob überhaupt und zu wem sie Kontakt suchen oder wann sie Lust auf einen Ausflug haben und davon wieder nach Hause zurückkehren.
Katzen sind äußerst verspielt. Am meisten Spaß macht es ihnen, ihren Jagdinstinkt auszuleben. Das gelingt beispielsweise, wenn ein Stück Stoff an eine Faden gebunden ist und der Katze immer wieder als Beute angeboten wird. Mit dem Spiel wird eine Katze schnell zutraulich. Und wenn sie dann schnurrt, ist endlich Schmusezeit!
Pflege: Verstehen und Einfühlen
Katzen werden meistens schnell stubenrein. Sie schätzen eine saubere, wohlriechende Toilette, die genug Kopffreiheit bietet. Nach kurzer Zeit verstehen sie, warum man sie auf die Streu setzt, sobald sie entsprechende Anstalten machen und suchen ihre Katzentoilette von allein auf.
Katzen haben das Bedürfnis, ihre Krallen zu wetzen. Dabei ist es ihnen gleichgültig, ob dafür die nagelneue Couch, die Tapete oder ein Kratzbaum herhält. Mit viel Lob lässt sich die Katze allerdings sanft lenken. Eine Rangordnung, Strafe oder gar Gewalt versteht sie dagegen nicht.
Für viele Katzen, die im Freien herumstreifen dürfen, erübrigen sich diese Fragen häufig: Sie schärfen ihre Krallen in der Natur und kehren nicht unbedingt nach Hause zurück, nur um das Katzenklo aufzusuchen.
Gesundheit: Vorsorgen und Schützen
Katzen können bis zu vier Mal jährlich Junge bekommen. Alle Katzen und Kater sollten daher spätestens mit Beginn der Geschlechtsreife (zwischen dem 6. und 9. Lebensmonat) kastriert werden. Bei männlichen Tieren wird damit auch das Markieren des Reviers geruchsfrei.
Doch der Tierarzt muss auch aus anderen Gründen aufgesucht werden: Wichtige Impfungen sind Katzenseuche, Katzenschnupfen und Tollwut. Mittlerweile bietet der Tierarzt auch die Leukose-Impfung an.
Katzen verbringen viele Stunden am Tag mit ihrer Körperhygiene. Die Haare, die sie dabei verschlucken, ballen sich im Magen zusammen und müssen von der Katze in größeren Zeitabständen ausgewürgt werden. Hilfreich ist dabei das so genannte Katzengras, das in kleinen Töpfen im Fachhandel erhältlich ist.
Für die sichere Fahrt zum Tierarzt eignet sich eine fest verschließbare Transportkiste aus dem Zoofachhandel. Denn gern und freiwillig – womöglich sogar auf leisen Pfoten – machen Katzen nur die Wege, die sie selbst bestimmen.




